Mit der Bestie auf DU
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Rosenkranzkönigin

Die ganze Wahrheit!

Geheime Hintergrundinformationen

Drei Wochen musste ich bei Wind und Wetter hinter diesem Baum stehen

Jetzt muss ich erst einmal ganz entschieden protestieren. Ich habe Anni versprochen, in ihrem Stück „Der Theofrosch“ mitzuspielen. Auf meine Rolle habe ich mich ganz riesig gefreut. Anni hat geplant, mich als Verstärkung für die gefährliche Elchgang einzusetzen. Ich habe mich noch mehr gefreut.

Dann komme ich zum Set. Was ist? Anni ist weit und breit nicht zu sehen. „Nein“, sagt Knuddel, „ich führe hier Regie, Anni hat mir gesagt, was für eine Rolle Du spielen sollst und genauso habe ich Dich in die aktuelle Handlung eingebaut. Du bist Knut, der Spezialist für hinterhältige Intrigen!“

Knuddel und die anderen feierten ihr Gelage. Und ich? Nichts. Nichtmals einen Schluck Theorum!

„Hinterhältige Intrigen?“, habe ich sofort nachgefragt und meine Frage wurde bejaht. Das kann ja heiter werden, dachte ich. Aber es kam noch schlimmer. Ich sollte einen depperten Nerd spielen, der der gefährlichen Elchgang mal richtig zeigt, wie im Internet wirklich krumme Dinger gedreht werden. Aufhänger war so ein Freiherr, der vielen ein Dorn im Auge war und der deshalb mit ziemlich plumpem Medieneinsatz platt gemacht wurde.

Ich blöder Elch habe mich auf so eine dämliche Rolle eingelassen. Natürlich stand ich hinter als Depp da. Vom mitmachen bei der gefährlichen Elchgang war auch nicht mehr die Rede. Hinterher habe ich erstmal Anni zur Rede gestellt und ihr gehörig meine Meinung gesagt. „Reg Dich doch nicht so auf“, hat sie geantwortet, „das gehört alles zum Spiel. Das muss so sein.“ Unter Androhung einer Konventionalstrafe, falls ich über meine Rolle reden sollte, hat sie mir anvertraut, dass ich eigentlich ein Undercoveragent bin, der zum großen Finale durch cleveres Kombinieren die gefährliche Elchgang zur Strecke bringt.

„Nee“, habe ich sofort gesagt, „bei Euch spiele ich nicht mehr mit. Ich als Unterkofferaischent habe dann doch nur die dumme Rolle. Ich bleibe lieber bei meinem Job, den ich habe. Der macht mir Spaß und da weiß ich was ich mache.“

Anni war dann doch ein wenig enttäuscht, dass ich nicht mehr mitspielen wolle. Aber die Konventionalstrafe wollte ich auch nicht bezahlen. Die ausstehenden Lohnforderungen von Hörnli. Soviel habe ich mein Lebtag noch nicht verdient.

Das ist meine Berufung! Sorge für einen glasklaren Sound tragen

So im richtigen Leben, also nicht in Annis Aufführung, bin ich Techniker. Ich mache nicht so geringfügige Arbeiten wie Schwarzwaldi und Hörnli. Bei mir geht’s richtig zur Sache. Mit Gerd bin ich Soundmaster bei Druckersrocken. Ich sorge dafür, das noch bei 140 dB ein glasklarer Sound rüber kommt. „Wenn der Tinnitus zu hoppeln beginnt, dann is’ die Lautstärke in Ordnung.“ Ja, das ist meine Aufgabe. Schauspielerei ist dagegen Humbug. Wird nur Zeit, dass Anni endlich wieder ein vernünftiges Stück für Druckersrocken schreibt. Das letzte, Lagerfeuerromantik im Vorfrühling, war nichts gescheites. Keine Bässe drin.

„Reicht das, Jenny?“

„Ist gut. Ich mach dann Sport. Kommt Bingobongo auch zum Schockwellenreiten?“

JennyDein Beitrag ist absolut in Ordnung, Knut