Mit der Bestie auf DU
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Rosenkranzkönigin

Mein Knuddel!Also jetzt soll ich etwas über mich erzählen. Das hat Anni gesagt. Wenn sie das sagt, dann mache ich das. Auch wenn es gar nicht so viel über mich zu erzählen gibt. Eigentlich gar nichts. Aber Anni hat mir einmal einen großen Gefallen getan. Ja, das stimmt, jetzt fällt es mir wieder ein.

Ich glaube dass war so:

Anni wollte Theater spielen. Diese Idee fanden wir dumm. Ich auch. Aber dann hat sie doch einige überredet und die haben dann mitgespielt. Ich aber nicht, weil ich die Idee albern fand.Meinen Job als Leader der Elchgang mache ich mittlerweile gerne. Ehrlich!

 

Theaterspielen, meine ich. Ich erinnere mich noch ganz genau: Zu der Zeit gab es ein Geraune und ein Getuschel, dass eine Neue kommt. Na ja, die war schon ein paar Jahre im Auto mitgefahren. Alle haben gedacht, dass sie die neue Freundin von Hugo wird. Hugo ist auch ein Elch.

Mir war das ziemlich egal. Die Neue kann nur hässlich sein, dachte ich. Aber das war sie dann doch nicht. Überhaupt nicht! Hugo und die Neue? Ich habe noch nicht einmal den Namen der Neuen gekannt … so wie die aussieht, heißt sie bestimmt Karoline. Das habe ich vermutet, und so war es  dann auch. Niedlich sah sie aus. Chancen habe ich mir überhaupt keine ausgerechnet. Bei der Neuen, meine ich, weil ja die und Hugo …

Dann habe ich ganz lange überlegt, was ich machen könne. Mir ist aber nichts eingefallen. „Mist!“, dachte ich. Ziemlich oft sogar, und auch noch schlimmere Worte als Mist, aber Jenny sagte, die brauche ich nicht alle aufzuschreiben.

Ein Bild von mir als Pause, handgemalt!!!Plötzlich hatte ich eine Idee. Wenn ich Schauspieler wäre, dann wäre ich berühmt und dann würde die Neue mich bestimmt anhimmeln … oder so. Aber als ich Anni fragte, ob ich nicht vielleicht doch noch in ihrem Stück mitspielen könne, da war meine Enttäuschung riesig, als sie sagte, dass alle Rollen beim Schnatermann, so hieß das Stück, schon besetzt seien.

Ganz niedergeschlagen wollte ich schon gehen, als Anni plötzlich sagte: „Moment Knuddel, das Stück ist ziemlich lang und wir wollen das Publikum ja nicht übermüden. Deshalb brauchen wir noch eine Pause in der Mitte des Stücks. Ich denke, du hast die besten Voraussetzungen, die Pause zu spielen“. Da habe ich mich natürlich riesig gefreut und ich glaube auch, dass ich im Schnatermann die beste Rolle hatte. Als Pause. Ich weiß noch, wie es bei der Premiere war, als ich meine Rolle beendet hatte, da hatte ich natürlich den größten Applaus.

Ein Bild von den Proben zur gestiefelten AnniNatürlich hat es auch mit Karoline hingehauen – hähä und juhuu. Wir haben zusammen in Annis Stücken mitgespielt, zum Beispiel als Autokorso in der gestiefelten Anni. Seit den Freiburger Tierstimmenimitatoren bin ich allerdings auf die Rolle des Anführers der gefährlichen Elchgang festgelegt. Ich glaube, das ist keine so gute Idee von Anni gewesen. Ich befürchte, dass mein Image doch großen Schaden durch diese Rolle nehmen kann. Dann bin ich für immer im Gedächtnis des Publikums als „Anführer der gefährlichen Elchgang“ eingebrannt. Das ist grässlich, denn meine schauspielerischen Leistungen gehen doch weit über diese Rolle hinaus.

Jetzt sind Karoline und ich schon seit langer Zeit zusammen. Einmal hat sie mir gesagt, dass sie mich von Anfang an gern gemocht hat. Sie hätte sich damals gerne einmal mit mir unterhalten, aber ich hätte immer den Eindruck erweckt, ich wolle allein sein. Deshalb habe sie sich nicht getraut, mich anzusprechen und sich eben lieber mit Hugo gelangweilt. Das verstehe ich bis heute nicht, Karoline ist doch sonst so beherzt. Aber das ist auch egal. Karoline und ich haben viele gemeinsame Hobbys. Am besten gefällt uns Bobfahren. Ganz besonders im Sommer.Diese Sommerrodelbahn taugt nichts!