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Katholischer Katechismus von BaselTodsünden sind nicht die Hauptsünden, wie es Film, Funk oder Märchenwelt erzählen. Todsünden, gemeinhin schwere Sünden genannt, sind Sünden, die man begeht, wenn man ein Gebot in einer wichtigen Sache mit vollem Wissen und Willen übertritt.

Die schwere Sünde heißt deshalb Todsünde, weil sie das übernatürliche Leben der Seele, die heiligmachende Gnade, tötet und als Strafe die Hölle verdient. „Jede schwere Sünde gibt der Seele den Tod“ (Gregor von Nazianz).

Dazu der Baseler Katechismus:

435. Warum ist die Todsünde das größte Übel?

Die Todsünde ist das größte Übel, weil sie ein grober Ungehorsam ist gegen Gott, unsern höchsten Herrn und besten Vater, und die größte Lieblosigkeit gegen Jesus, unsern Erlöser.
Kein Übel der Welt kann verglichen werden mit dem Übel einer einzigen Todsünde. Sie ist es, welche den martervollen Tod Jesu am Kreuz verschuldet hat.

436. Welches sind die Folgen der Todsünde?

1. Die Todsünde raubt die heiligmachende Gnade und alle Verdienste für den Himmel,
2. sie zieht uns die ewige Strafe und oft schon auf Erden zeitliche Strafen zu.
Die erste Todsünde raubt das Schönste, das es auf Erden gibt, die Taufunschuld. Sie ist wie ein Mörder der Seele und stößt sie in das tiefste Unglück. Wegen der Sünde der Engel schuf Gott die Hölle. Wegen der Sünde der ersten Menschen kam alles Leid in die Welt.
Wer durch eine Todsünde die heiligmachende Gnade verliert, wird auch der eingegossenen Tugenden und der göttlichen Tugend der Liebe beraubt. Er ist nicht mehr imstande, Verdienste für den Himmel zu erwerben. Seine Bekehrung kann er mit der Gnade Gottes erbeten.

Beispiele für Todsünden sind mannigfach. So der Glaubenszweifel. Glaubenszweifel hat, wer an einer Glaubenswahrheit freiwillig zweifelt, obschon er weiß, daß sie von Gott geoffenbart ist und von der Kirche gelehrt wird. Das ist eine Todsünde.

Besonders im Bereich des Sexuellen ist fast alles Todsünde, was nicht innerhalb der sakramentalen Ehe stattfindet. Ich erspare mir die fast endlose Aufzählung der in diesem Bereich lauernden Todsünden.

Nur soviel: Anders als es mittlerweile dekadente Hirten predigen, lautete die kirchliche Lehre seit 2000 Jahren keusch zu leben. Sonst nichts. Die Ehe war immer das kleinere Übel für die, die es nicht fassen können.

Ach ja: Die Sonntagspflicht nicht erfüllen und die Feier des Hl. Meßopfers zu schwänzen ist auch eine Todsünde.

Quelle:
Baseler Katechismus, 1947

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