Mit der Bestie auf DU
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Sommerzeit ist Picknickzeit

Ein immer wieder gerne gehörtes Märchen ist das, wie den Giraffen lange Hälse wuchsen:

Weil die armen kleinen Kurzhalsgiraffen kurz vor dem Aussterben waren, die bösen anderen Tiere (natürlich Pflanzenfresser, also Vegetarier) hatten alle Blätter von allen Sträuchern und Bäumen weggefressen, kamen die Kurzhalsgiraffen ins Grübeln.

Eine Giraffe sucht im Rosensteinpark Rat

„So geht das nicht weiter“, dachten sie traurig, „aber wenn wir unsere Hälse länger und länger recken, dann kommen wir vielleicht an die lecker saftigen Blätter, die so hoch oben hängen, dass kein anderes Tier sie futtern kann – außer vielleicht die Affen, aber die hat die Evolution noch nicht erfunden.“

Gesagt, getan, eine Giraffe, ein Wort. Bald schon wuchsen die Hälse der Giraffen ins Unermessliche und hätten die Giraffen nicht rechtzeitig Antiwachstumshormone genommen, so wären sie erstickt, denn im Weltraum gibt es keine Luft.

Als die Giraffen eine Halslänge von ungefähr 2,60 erreicht hatten, stellten sie also das Halswachstum ein und waren zufrieden. Endlich konnten sie die schönsten saftigen Blätter lutschen und Esel, Zebra und Elefant sahen recht dumm aus.

Warum andere Tiere, wie die drei genannten, nicht auf die giraffenmäßig gute Idee kamen und ihre Hälse ebenfalls wachsen ließen, ist nicht bekannt. Schade eigentlich. Ein Girlefant wäre doch auch ein ansehnliches Tier.

Bald ließ die Giraffe ihre Beine so lang wachsen, dass sie die schönsten Äpfel essen konnte.Soweit das schöne Märchen von den Giraffen, die nie mehr hungern müssen. Leider schien das Evolutionsmärchen kein gutes Ende zu finden. Findige Evolutionisten sagten in den 70iger Jahren des letzten Jahrhunderts plötzlich: „April, April. So geht das nicht. Das ist reiner Lamarckismus. Der funktioniert nicht.“

So saßen die Evolutionsmärchenerzähler traurig und betrübt fast 40 Jahre und grübelten. Doch dann, Heureka, fiel es ihnen wie Schuppen von den Ohren. „Wir“, so sagten sie, „ergänzen einfach den Lamarckismus um Muh-Tationen! Muh-Tationen im Genpool der Giraffen.“

Ja. Das war die Lösung. So sind die langen Giraffenhälse entstanden. Die Giraffen wollten größer werden und mit Hilfe von Mutationen im Genpool schafften sie es auch.

Und wenn sie nicht verhungert sind, dann erfinden sie heute noch ein neues Märchen.

Nicht die Giraffen. Die Märchenerzähler. Die aus der Gilde der Evolutionsfantasten.

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