Mit der Bestie auf DU
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Sommerzeit ist Picknickzeit

Tante FriedaIn meiner hochoffizielllen Funktion als Briefkastenonkel hab‘ich vorhin so‘n paar Kommentarkes zu‘e Ankündigung von‘nem Bischofsbesuch geles‘n. Häh? Hab‘ich gedacht, wie sin‘ die denn drauf?

Jau! Stimmt ja allet irgendwie un‘ wo, was die geschrieb‘n hab‘n, aber das iss doch nich‘ das Problem. Er‘s wollte ich alle Kommentare einzeln beantwort‘n, aber dann hab‘ich gedacht Theo, bis‘se bescheuert, da tu‘s ma‘ ‘n Artikelken draus mach‘n tun.

Iss nämlich ganz einfach mit‘n Bischöfken sein Besuch. Das iss wie wenn Tante Frieda komm‘n tut. Tante Frieda tut nämlich ziemlich auf‘fe Nerven geh‘n, wenn‘se drauf losbrabbelt von‘ne sogenannte Flüchtlinkse un‘ die Armen wo geholfen werd‘n müss‘n tun un‘ so weiter un‘ so weiter. Tante Frieda iss nämlich Sozialischtin aus‘se Überzeugung. Trotzdem is‘se stinkreich. Nee, nich‘ durch eigene Hände Maloche, Tante Frieda war mit‘n Onkel Gustav verheiratet un‘ der war noch‘n richtich klasse Unternehmer von‘nem alten Schrott un‘ Korn un‘ hat jede Menge Knete gescheffelt.

Jetz‘ is‘ser aber schon ‘n ziemlich lange tot. Herzklabaster. Tante Frieda tut jetz‘ das Geld verwalt‘n, weil sie‘et geerbt hat un‘ zwar soviel, das die Tante gar nich‘ allet verprass‘n kann.

Wenn dann Tante Frieda zu Besuch kommt, dann is hier in‘ne Redaktion ers‘ma Stunk angesacht. Keiner außer Anniken will mit‘ti Tante was zu tun hab‘n tun. Ich bin ja nich‘ blöde un‘ ich tu‘ auch nix gegen Tante Frieda sag‘n. Wenn‘se kommt dann tu‘ ich im Büro mein Plätzken ‘n bisken aufräum‘n, nich‘ allzuviel, damit mein Ruf nich‘ ruiniert wird. Aber die alten Bananenschalen von vorigem Jahr tu‘ ich dann doch schon mal in‘nen Müll werf‘n un‘ die alten Rollmopsgläser auch. Un‘ meine Händkes tu‘ ich ma‘ ausnahmsweise wasch‘n tun un‘ dann tut der kleine Theo richtich lieb‘ un‘ adrett an‘nem Komputer sitz‘n.

Wenn dann Tante Frieda mit das Anniken die Redaktion besuch‘n komm‘n tut, dann bin‘ich meist allein weil meine Kumpels geflüchtet sin‘, aber das tut der Sache kein Abbruch. Tante Frieda tut dann immer so‘n komisches Zeuch schwätze von‘ne Rewollution un‘ so un‘ ich brauch gar nix zu antwort‘n weil Tante Frieda kann ohne Lufthol‘n durchschwätze.

Ich tu‘ in‘ne Zwischenzeit immer freundlich grins‘n tun un‘ mit‘n Köppken nick‘n un‘ wenn Tante Frieda dann geh‘n tut, dann hab‘ich meistens ‘n funkelnagelneues Schmartfon oder ’ne Handkreissäge oder so.

Jau, denk‘ ich dann, hat sich wieder gelohnt zu‘e Tante Frieda freundlich zu sein. Un‘ ma‘ ehrlich: Was soll‘et für‘n nutzen hab‘n ‘n Besuch zu vergraul‘n oder ‘n Besucher zu beschimpf‘n? Iss doch Kappes.

Gastfreundschaft iss die Däwise.