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Frische Martinsgänse sind dieses Jahr schwer zu bekommen

Anni Freiburgbärin von HuflattichGestern hielt Pater Lugmayr sein letztes Hochamt in St Albert, in der nächsten Woche wird er in Linz tätig werden. (Ich berichtete über das „Bäumchen wechsle dich“ in der Petrusbruderschaft).

Sonderlich erfreut über diese Versetzung sind weder meine Sekretärinnen noch ich.

Jeder Priester, der das Heilige Messopfer zelebriert, weiß um die Gnade in Persona Christi den Gläubigen den Empfang des Leibes Christi zu ermöglichen. Pater Lugmayr war keine Ausnahme sondern die Bestätigung dieser priesterlichen Aufgabe.

In einem unterschied sich jedoch Pater Lugmayr ganz gewaltig von seinen Mitbrüdern. Vor der Messe wird in St. Albert bis zehn Minuten vor Messbeginn gebeichtet. War die Schlange vor dem Beichtstuhl einmal etwas länger, so konnte es passieren, dass Priester aus dem Beichtstuhl schoss und den wartenden Sündern anbot, doch nach der Feier des Heiligen Messopfers zu beichten.

Ich kann mich nicht entsinnen, das in den Jahren, in denen ich in St. Albert war, Pater Lugmayr etwas derartiges tat. Er hatte die Ruhe weg und ließ eher die Messe später beginnen, als einen reuigen Sünder auf später zu vertrösten, ein Verhalten, dass gar nicht hoch genug angerechnet werden kann.

Für mich war Pater Lugmayr der Beichtvater und Seelenführer schlechthin. Beispielhaft sei nur der Rat einer Beichte in der Weihnachtszeit (Anfang Januar) 2013. Ich schrieb zwei Monate später frustriert darüber. Heute, zweieinhalb Jahre später, freue ich mich, den Rat, sanftmütig wie das Christkind in der Wiege zu sein, befolgt habe. Ein winzig kleines Stückchen bin ich der Sanftmut schon näher gekommen (Im Elektronenmikroskop sehen die Fortschritte, die ich in Sachen Sanftmut seither gemacht habe, riesig aus).

Wir, also ich und meine Sekretärinnen, bedauern sehr, das ab nächsten Sonntag Pater Lugmayr in Linz und nicht mehr in St. Albert tätig ist.

Alles Gute und Gottes Segen, Pater Lugmayr.

6 Antworten auf Zeit Abschied zu nehmen

  • Ja -- ähnlich geht’s uns auch im tiefen Odenwald.
    Klar, dass einem guten Katholiken die persönlichen Vorzüge eines Priesters schnurzpiepegal zu sein haben -- aber dass P. Recktenwald ein begnadeter Prediger vor dem Herrn war (vielmehr ist), das muss auch wahr sein!

    • Pater Recktenwald hat mit „unserem“ Pater Franta die Nachfolge von Pater Gerstle in Gelsenkirchen angetreten. Ist halt alles schön familiär, gell? 😆

  • Es gab in St. Albert am gleichen Tag noch eine zweite verborgene Verabschiedung, die in diesem Zusammenhang auch erwähnt werden muss: unsere Küsterin D.E., die über viele Jahre treu und zuverlässig so viele wichtige Arbeiten, die über die Aufgaben einer Küsterin weit hinausgingen, zum großen Teil ehrenamtlich für die Gemeinde des alten Ritus geleistet hat.
    Als Messbesucher ist man leicht in der Versuchung, diese wichtigen Dienste gar nicht richtig wahrzunehmen. Deshalb an dieser Stelle, und ich glaube, da kann ich für die ganze Gemeinde sprechen, ein herzliches Vergelt’s Gott an sie!

    • Wie? Die Küsterin hört auch auf? Das ist ja eine Katastrophe. Sie hat sich doch ganz liebevoll um alles gekümmert. Den Werktagsmessen in St. Albert hat sie durch ihren Gesang allein Leben eingehaucht. Das Requiem für Computer-Lies’chen hat sie wunderbar, allein, gesanglich gemeistert. Die kann doch nicht aufhören.
      Was ist in St. Albert los? Die Messdiener verschwinden nach und nach, die Patres werden ersetzt, Küsterin weg.

      • Jeden Punkt, den Sie, Anni, erwähnen, kann ich voll und ganz unterschreiben. Es ist wirklich ein großer Verlust für die Petrusbruderschaft in Stuttgart, dass die Küsterin aufhört.