Mit der Bestie auf DU
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 Im Februar bereitet sich die Natur ganz langsam auf den Frühling vor

Anni Freiburgbärin von HuflattichUm mögliche, zu erwartende Kritik vorweg zunehmen: Nein, ich habe nichts gegen heimwerkende Männer. Zwar wäre vieles ohne sie einfacher, aber langweiliger wäre es auch. Ich freue mich immer wenn mein Freund Schwarzwaldi mir hilft. Ich möchte am PC eine defekte Grafikkarte gegen eine funktionierende austauschen. Kaum habe ich den Schraubenzieher (der laut technischer Nomenklatura Schraubendreher heißt) gezückt, da ist Schwarzwaldi schon zur Stelle, mir hilfsbereit mit seinem Hammer jedwede Hilfe zu geben. („Muße mal draufhauen!“).

Findig, wie ich im Laufe der Jahre geworden bin, finde ich schnell einen Nebenschauplatz, auf dem Schwarzwaldi sich austoben kann. Nachdem ich flott die Karten gewechselt habe, bedanke ich mich artig bei Schwarzwaldi für seine außerordentliche Hilfe.

Schwarzwaldi - durch nichts aus der Ruhe zu bringenMütter kennen das. Schnell dem kleinen Wicht eine Quietscheente, eine unkaputtbare Konservendose oder Ähnliches zur ungefährlichen Ablenkung geben, um dann in aller Ruhe in heißem Fett Steaks zu braten.

Ein anderer sympathischer Typus Mann ist der Sportler. Sportler besteht aus zwei Teilen. Da ist einmal der Sport. Ich liebe Sport. Besonders wenn andere ihn treiben.

Grenzenlos fasziniert und mit großen Augen verfolge ich, wenn Völler dem Ball hinterher hechtet, leicht grätschend mit der Hacke zum Tor verwandelt. „TOR TOR TOR!“ Abseits. Kein Tor und ich werde aus meiner schönsten Tiefschlafphase geweckt. Ich habe ihn fast perfektioniert, den tiefen Schlaf mit offenen Augen.

Nicht nur Fußball, auch Volleyball, Handball, Garkeinball und Gurkenball reißen mich hin und her. Mein Enthusiasmus ist grenzenlos, kann ich einer sportlichen Disziplin wie Stabhochsprung beiwohnen. Der Anblick schweißgetriebener Kugelstoßerinnen lässt mich einen Seufzer tiefster Erleichterung ausstoßen: „Gott sei dank, dass ich hier auf dem Sofa ausruhen kann!“

Ganz anders verhält es sich mit dem anderen Teil des Sportlers. Das grammatikalisch falsche „ler“ kann sowohl vom Wort „leer“ als auch „lehr“ (Vokativ: „Lehr endlich Deine Kinder …“) abgeleitet sein. Im zweiten Teil es Wortes geht es nicht um die Sportart, sondern um den Menschen, der ihn treibt.

„Ich geh’ ne Runde joggen!“

„Ist gut!“

Auch 'Sportler lieben KomfortEndlich Ruhe. Die Beine hochlegen und mal an nichts denken. Herrlich wenn die Wohnung leer ist, kein Lärm, kein gar nichts. Ich könnte zu Mittag Sauerbraten machen. Schubeck hat in der letzten Sendung ein schönes Rezept vorgestellt. Das könnte ich vielleicht nachkochen, sogar ohne Kochdiplom. Mit Lorbeerblatt oder ohne? Ist doch egal, wie ich es mache, es ist verkehrt.

Ich liebe Sportler. Besonders ihr Drang immer noch mehr aus sich herauszuholen imponiert. Einer meiner allerbesten Freunde hat diese Neigung zur unendlichen Leistungssteigerung perfektioniert. Ein extremer Extremsportler, wie ihn sich keine Krankenkasse wünscht. Erst nach dem dritten Iron Man verspürt er ein wenig Hunger. Dem wäre es egal, ob der Sauerbraten mit oder ohne Pferdefleisch ist. Hauptsache gut.

Zwei Nachteile hat dieser Sportler. Erstens möchte er nach seinem dreifachen Iron Man keinen Sauerbraten, sondern Schafsfleisch, was ihm die seit Jahren dauernde Feindschaft eines Schafes eingebracht hat. Zweitens dichtet er während seiner sportlichen Aktivitäten. Er gehört zweifelsfrei zu den Hochunbegabten Lyrikern unserer Zeit. Was heutzutage kein Nachteil ist, sondern Voraussetzung eines grundsoliden Bachelor in Lyrik Studiengangs.

Oh, es wird Zeit. Ich muss den Sauerbraten einlegen.

3 Antworten auf Marathon Man

  • Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich diese Seite nur besuche, weil ich sehnlichst den neuesten Verse des Bingobongo-Barden lauschen möchte?

    • Hey Tarki! Wenn dich das Muskelmännchen Prügel angedroht hat, das’se sowas schreiben tus‘, dann bringt das nix. Du muss’em ein auf’e 12 donnern, dann has’se deine Ruhe.

  • Äffken! Ich komme gleich beim WarmUp im Rosensteinpark vorbei. Was hälst Du davon, wenn ich Dich einmal durch die Entenkacke prügel?
    Kriegt der Theo Prügel, verleiht’s ihm hurtig Flügel.