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Rosenkranzkönigin

Pommes mit weißer Tunke

Nachdem dieser Artikel fertig war, habe ich ersteinmal Pommes mit weißer Tunke gegessen.

„Machst Du für den Salat wieder diese schöne helle Tunke?“ „Was hältst Du von Senftunke für den Fisch?“ „Lecker! Diese braune Tunke ist fantastisch!“ Tunke, Tunke und nochmals Tunke.

Meine Freiburgsekretärin kommt mehr aus dem Südwesten und ist verwachsen mit Tunken. Meine Annisekretärin ist gebürtig aus Deutschlands Nordwesten und kennt Tunken nur als Einbrenne oder schlimmeres. Der Clash of Culture der Haute Cuisine ist vorprogrammiert. Hier Tunke als non plus ultra der Kochkunst, dort Tunke als letzte Stufe vor aufgewärmter Gülle.

„Möchtest Du“, fragte meine Annisekretärin dann mit Eiszapfen in der Stimme, „ein Sahne-Dill Dressing, eine französische Salatsauce mit Knoblauch oder Tzatziki?“ Dabei musterte sie meine Freiburgsekretärin von oben bis unten und ihre Gedanken lagen wie ein offenes Buch vor mir: „Wer den ganzen Tag im Rosensteinpark im Dreck liegt und Vogelexkrementedüfte schnüffelt, kann nur Tunke verlangen“.

Pommes ohne Tunke rot - weiß

Anni, auf meine Pommes iss keine Tunke rot-weiß!
Eiße ey!

Dann kam die Fastenzeit, meine Annisekretärin erkrankte und als sie langsam wieder auf die Beine kam, war sie wie ausgewechselt. Plötzlich führte sie das Wort Tunke im Mund. Alles war Tunke. Salattunke und Fischtunke schmeckten ausgezeichnet wie immer, aber alles war nur noch Tunke. Um bei dem Salatbeispiel zu bleiben. Es hieß jetzt nur noch: „Möchtest Du Sahne-Dill-Tunke oder Jogurttunke mit Knoblauch oder Quarktunke mit Gurken und Knoblauch.“

Meine Annisekretärin benutzte das Wort Tunke als selbstverständlichste Selbstverständlichkeit. Mehr noch: Plötzlich war alles Tunke. Tunke ohne Vorwurf, ohne tiefere Betonung, Tunke ohne Abscheu in der Stimme. Andere Leute haben ihr „Dings“ als Wort für alles mögliche, meiner Annisekretärin ihr „Dings“ ist Tunke.

Tunke war das Wasser ihres Fußbades, „ich tunke mal kurz meine Füße in die Tunke, das tut gut“, Tunke war sogar der Auswurf beim Husten, „früher war mein Raucherhusten aber schöner, die Tunke nicht so zähflüssig.“

Ich und meine Freiburgsekretärin machen uns Sorgen, große Sorgen. Vielleicht, so überlegen wir, sollten wir meine Annisekretärin zu einem auf Tunken spezialisierten Arzt schicken. Ein guter Psychiater könnte vielleicht noch helfen.

11 Antworten auf Tunke

  • Sich mit einer großen Portion Pommes und einer riesigen Menge weißer Tunke draußen hinsetzen, es genüsslich verzehren und dabei dem Frühlingskonzert der Vögel zuzuhören, ist etwas feines. 😛

    • un‘ ich musste meine Pommes trocken runterwürgen, weil die weiße un‘ rote Tunke gefehlt hat. Bäh! Rollmopsstäbchen hab‘ ich auch noch nich‘ gekriecht!

      • Also ich trink meine Tunke sogar am liebsten ohne alles und pur. Die sollte dabei allerdings goldgelb sein und ein paar Prozente haben.

        • Klasse! Kann’s vorbeikomm’n. Ich hab‘ noch’n paar Bierken. Die schischen wer wech. Ich tu‘ mal Sonja fragen, ob’se auch komm’n tut.

    • Has’se lust mit’n Tarqui noch’n paar Bierken zu schisch’n? Tun’wer bei mich mach’n.

  • Fanta iss für alle da! Un‘ der Schnaps auch! Merk‘ dich dass