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 Im Februar bereitet sich die Natur ganz langsam auf den Frühling vor

Anni Freiburgbärin von HuflattichDa gab es die Frau Haas und die Frau Haas war strafversetzt aus Köln in die Eifeler Pampa. Hängarsch war ihr ein Greul und Dietmar, Heike, Bärbel, Vater und Sohn Zielonka, also die ganze Hengasch Mischpoke, machten ihr das Leben schwer.

26 Folgen funktionierte diese Gratwanderung des sogenannten Culture-Clash hervorragend. Heraus kamen Sahnestückchen des schrägen Humors. Sofie gegen den Rest von Hengasch war eine absolut gekonnte (Krimi-)Komödie. Nicht zuletzt war Papa, der feine Herr Doktor, der sich vornehm zurückhaltend mit der Dorfbevölkerung arrangierte, ein Garant für Qualität.

Anfang September dann kamen endlich die neuen Folgen der dritten Staffel zur Ausstrahlung. Im Januar hatte Bjarne Mädel schon einmal Vorsorge getroffen und seinen Ausstieg aus der Serie wegen fehlender Qualität angekündigt.

Die bisher ausgestrahlten Folgen 27 bis 35 sind noch nicht einmal mehr ein Abklatsch dessen, was Mord mit Aussicht einmal war. Frau Haas agiert nun auf einheimischen Niveau. Die Spannung zwischen ihr und den „Dorfdeppen“ existiert nicht mehr.

Albernheit hat das Kommando übernommen. In Folge 29, „Gulasch für den Geiselnehmer“ wird Dorftheater pur aufgeführt. Frau Haas kommandiert die Überwachung des Geiselnehmers Romanski vom extra aufgestellten Zelt (Headquarter) in Nachbars Garten.

Es geht noch platter. Die Katholiken sind durchaus mit kleinen Seitenhieben bedacht worden, aber auch die Atheisten bekamen eins um die Ohren gehauen. Gestern, Folge 35, Spuk in Hengasch, ließ der Rotfunk richtig widerlich die atheistische Gesinnung auskotzen: Der Hausbauer „brauchte unbedingt noch eine Skulptur von einem nackten Mann, der Tode gefoltert wurde.“ „Aber möglichst realistisch“, erwidert feist grinsend Frau Haas dem angewidert dreinschauenden Bürgermeister, ob des Gekreuzigten.

Apropos Bürgermeister. Diese farblose und nichtssagende Figur im Hengascher Bauerntheater hat ab Folge 28 den Platz von Papa im Vorspann eingenommen, ohne auch nur annähernd die Akzente setzen zu können, wie sie Peter Hallwachs einbrachte.

Fazit kurz vor Ende der dritten Staffel: Was seit Folge 27 abgeht, ist erbärmlich. Albern und ohne jeden Pep. Der Kultstatus, den sich Mord mit Aussicht erarbeitet hatte, ist weg. Auf diesem Level braucht es keine 4. Staffel mehr geben und es bleibt zu hoffen, dass Frau Haas in der letzten Folge der dritten Staffel ihr Versetzungsgesuch auf eine adäquate Stelle in Köln noch rechtzeitig abgeben kann.

Ihr ist dann in Köln viel Erfolg zu wünschen. Dieses hängarsche Bauerntheater braucht niemand.

2 Antworten auf Es war einmal in Hängarsch

  • Schade, dass eine bisher schöne Serie so im belanglosen Nichts verschwindet. Die unverschämte Blasphemie ist für mich ein Indiz für den Niedergang der Serie. Ein letztes Versuch den Zuschauer ‚zu begeistern‘. Und wie macht man das am besten: das Christentum und die Gläubigen zu verhöhnen. Der Schuss ging aber für die Serie nach hinten los.