Mit der Bestie auf DU
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Rosenkranzkönigin

So sitze ich gut sturmgeschützt auf dem wärmsten Balkon nördlich der Alpen und friere bei gefühlten 5° plus. Vom spätsommerlichen September ist keine Spur zu finden. Herbst liegt in der Luft.

Herbststürme peitschen das Land

Herbst

Es ist nun der Herbst gekommen,
Hat das schöne Sommerkleid
Von den Feldern weggenommen
Und die Blätter ausgestreut,
Vor dem bösen Winterwinde
Deckt er warm und sachte zu
Mit dem bunten Laub die Gründe,
Die schon müde gehn zur Ruh.

Durch die Felder sieht man fahren
Eine wunderschöne Frau,
Und von ihren langen Haaren
Goldne Fäden auf der Au
Spinnet sie und singt im Gehen:
Eia, meine Blümelein,
Nicht nach andern immer sehen,
Eia, schlafet, schlafet ein.

Und die Vöglein hoch in Lüften
Über blaue Berg und Seen
Ziehn zur Ferne nach den Klüften,
Wo die hohen Zedern stehn,
Wo mit ihren goldnen Schwingen
Auf des Benedeiten Gruft
Engel Hosianna singen
Nächtens durch die stille Luft

Joseph Freiherr von Eichendorff

2 Antworten auf Herbststürme fegen über’s Land