Mit der Bestie auf DU
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Rosenkranzkönigin

Nichtexperimentelles Essen läuft auf dem Bauernhof ständig vor unserer Nase herumUrlaubszeit ist Kochzeit. Endlich habe ich Zeit und Muße nach Herzenslust zu kochen, zu experimentieren. Vor einem Jahr habe ich erfolgreich die Niedrigtemperaturgarung getestet und für gut befunden.

Für das heutige Mittagessen habe ich mir Resteverwertung „Experimentell“ vorgenommen. Am Freitag hatte ich noch in einer Kochshow von lecker Leberwurstmagnum gehört. Ganz so schlimm wollte ich es doch nicht treiben.

Zwei Koteletts, konventionell angebraten, dann im Backofen auf 100° ziehen lassen, war das Grundgerüst. Die Beilage fertigte ich aus Dampfnudeln. Zehn Minuten in einem achtel Liter Buttersalzwasser ziehen lassen war auch noch nicht so sonderlich experimentierfreudig.

Stefan Marquards Leberwurstmagnum und mein gestriger Besuch im Hexenloch waren ausschlaggebend für den experimentellen Teil des Essens.

Eine dicke Zwiebel, eine Knoblauchknolle (allium ampeloprasum), eine Scheibe Bierschinken, ein Rest Zwiebelmett waren die Zutaten. Alles in schöne Stücke geschnitten und in viel Olivenöl auf Stufe 1 gegart.

Aus Stuttgart hatten wir noch recht viel Maasdamer und Gouda mit genommen. Beides hatte ich fein zerkleinert und dann ich die Pfanne gerührt. Langsam zog der Käse Fäden, dann kleisterte er alles zu. Wie bei einem Schweizerkäsefondue versanken die Gemüseteilchen darin.

So hatte ich es geplant und so wurde es auch. Als mir die käsige Masse ein wenig zu fest geriet, habe ich mit Olivenöl verdünnt.

Heiß serviert zu Dampfnudeln und Kotelett schmeckte mein Essen gar nicht mal so schlecht. Meine Sekretärinnen waren begeistert. Schön finde ich, dass ich diesmal auch meinen Sekretärinnen mit meinem experimentellen Essen eine Freude machen konnte.

Mittlerweile, also etwa eine Stunde nach Verköstigung, ist mir ein wenig blümerant. Das stört mich nicht sonderlich, denn ich bin schlimmeres von meinen Experimenten gewohnt. Außerdem: Wenn ich ins Krankenhaus zum Magenauspumpen muss, dann bin ich nicht allein. Meine Sekretärinnen werden mich dann bestimmt als Opfer meines Experimentes begleiten.

2 Antworten auf Experimentelle Urlaubsküche

  • Das scheint ein gefährlicher Urlaub zu sein: erst die fast-Begegnung mit der Hexe und jetzt eine fast-Lebensmittelvergiftung. Hoffentlich wird das morgen nicht noch aufregender. :mrgreen:

  • So ist nun einmal ein Abenteuerurlaub auf dem Bauernhof. Hart und gefährlich.
    Aber keine Panik. Ich habe das Essen gut überstanden. Wir Teddybären sind sehr essensresistent. Anders sieht es bei meinen Sekretärinnen aus. Sie umarmen immer noch die Toilette in Stereo :mrgreen: