Mit der Bestie auf DU
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Frische Martinsgänse sind dieses Jahr schwer zu bekommen

Kaum hatte Anni auf der letzten Redaktionssitzung diesen dämlichen Satz gesagt, da toste schon der Jubel los. Ich verstand das nicht. Basisdemokratie hat einen Namen: Julchen und Julchen bin ich.

Nachdem sich der alberne Lärm gelegt hatte, sagte ich ohne von meinem Skizzenblock aufzublicken: „Klasse. Ich setzte ein Kopfgeld aus. Wer mir Bach tot oder lebendig bringt, dem zahle ich 1.000.000.000 $ €.“Weide meine Schafe

„Wie?“, fragte der Muskelprotz ziemlich dämlich, „den letztklassigen Moderator? Aber der ist …“.

„Quatsch“, blaffte ich den Blödmann an, „ich meine den „was mir behagt ist die muntere Jagd“ Bach.“ Bevor jemand etwas dummes sagen konnte, fuhr ich fort: „Dieser Bach“, und dabei verzog ich angewidert mein Gesicht, „hat seine Musik unverschämter Weise auch ‚Schafe können sicher weiden’ genannt. Das ist hinterhältig! Abgrundtief hinterhältig! Erst die Schafe weiden lassen und dann abballern. Auf solche Gedanken kann nur ein Protestant kommen. BAH!“

„Moment mal, Julchen“, wollte Anni mich beschwichtigen, „auch dieser Bach ist …“.

Weiter kam Anni nicht. Genau in dem Moment sagte Kopje: „1.000.000.000 €? Was hältst Du von einer Partie ‚Schiffe versenken?“

Ich war sofort begeistert: „Ich spiele aber nur bis Herbst mit, dann habe ich vermutlich keine Lust mehr. Warte. Ich spiele noch diese alberne Musik.“

J. S. Bach BWV 208, Was mir behagt, ist nur die muntre Jagd!, „Hunt Cantata“ by Music box