Mit der Bestie auf DU
Neu!
Lecker
Lecker!
Leckerer
Richtig lecker
Leckerstest
MHHM! Schweinekotelett! Am leckersten
Links

Januar, klirrende Kälte. Da ist es gut, sich warm anzuziehen.

Anni und Osterei interviewen die AnnisekretärinGestern habe ich mehrfach gelesen, die Fastenzeit könne man nicht einfach so beenden, man müsse sie brechen. Gut, dachte ich, ich weiß nicht, was das bedeutet, aber meine Annisekretärin hat von Aschermittwoch bis gestern streng gefastet, also frage ich sie, wie sie es mit dem Fasten und dem Brechen hält. Ein Interview.

Anni: „Annisekretärin, Du hast gefastet. Erzähle mir doch, wie Du das gemacht hast.“

Annisekretärin: „Anni, nimmst Du mich auf den Arm? Du warst doch die ganze Zeit dabei.“

Anni: „Nein. Jetzt erzähle!“

Meine Annisekretärin zu Beginn der Fastenzeit: Fett und schlecht gelauntAnnisekretärin: „??? … Also Punkt Aschermittwoch habe ich so gefastet, wie es die Katholische Kirche vorschreibt. Einmal am Tag satt essen und um nicht aus den Latschen zu kippen ein oder maximal zwei Kleinigkeiten. Ein Scheibe Brot, oder ein Apfel, Banane usw.
Aber das hast Du doch alles gesehen.“

Anni: „Ist Dir das schwer gefallen?“

Annisekretärin: „Häh? Na klar. Die ersten zwei, drei Tage schon. Keine Schokolade zwischendurch, keine Scheibe Fleischwurst, der offene Beutel Gummibären hat mich ganz traurig gerufen, ‚iss mich, iss mich!’ und ich habe nicht reagiert.“

Anni: „Wie ging es dann weiter?“

Annisekretärin: „Am Anfang waren meine Portionen zum einmal satt essen riesig, aber im Laufe der Wochen sind sie immer kleiner geworden, weil ich einfach viel schneller satt wurde. Bis auf einen kleinen Durchhänger, den ich aber tapfer durchgestanden habe, ist nichts besonderes vorgefallen. Einfach einmal satt essen und zwischen durch einen Apfel oder so. Ist das schlimm?“

Anni: „Ich stelle die Fragen. Hast Du abgenommen?“

Annisekretärin: „Ich habe doch nicht gefastet um abzunehmen!“

Anni: „Hast Du?“

Annisekretärin: „Anni, ich habe gefastet um Gott …“

Anni: „Hast Du abgenommen?“

Annisekretärin: „Na klar. Gefühlt habe ich bestimmt 60 kg abgenommen. Tatsächlich werden es weniger Kilos gewesen seien. Vielleicht 58 oder 59 kg.“
Anni: „Das sieht man aber nicht. Weiter. Hast …“

Annisekretärin: „So geht das aber nicht, Anni. Also, ich habe nicht für’s abnehmen gefastet, sondern für Gott und das Fasten allein wäre nichts wert, wenn ich nicht gleichzeitig auch mehr gebetet und auch wochentags die Messe besucht hätte.“

Anni: „Ja, ja. Weiter. Ich habe gestern mehrfach gelesen, dass das Fastenbrechen ganz besonders gefährlich sei. Wie hast Du Dein Fasten beendet?“

Annisekretärin: „Anni, was hast Du denn für einen Blödsinn gelesen? Erstens ist Katholisches Fasten nicht schädlich, das kann jeder gesunde Mensch, der nicht schwere körperliche Arbeit leisten muss, und zweitens ist das Beenden des Fastens auch nichts besonderes.“

Anni: „Also, wie hast Du das Fasten gebrochen?“

Meine Annisekretärin am Ende der Fastenzeit: Abgemagert und schlecht gelaunt aus dem letzten Loch pfeifend!Annisekretärin: „Was für eine blödsinnige Frage. Ich habe da weitergemacht, wo ich Faschingsdienstag aufgehört habe. Ich habe heute Nacht eine Blutwurst von Lidl gegessen, zwei Ostereier, ein Stück Fleischwurst und einen viertel Käsekuchen, den die Freiburgsekretärin übrigens köstlich gebacken hat, gegessen. Na und? Die Fastenzeit ist vorbei … Schade eigentlich.“

Annis: „Wie? Du hast nicht mit Gemüse, Salat oder anderen leichten Speisen das Fasten gebrochen?“

Annisekretärin: „Anni jetzt reicht es. Ich habe kein neumodisches schickimicki Fastenrezept abgearbeitet. Ich habe einfach das gemacht, was Millionen Katholiken immer gemacht haben. Gefastet, wie die Kirche es vorschreibt und mit dem Fasten aufgehört, als heute Nacht die Fastenzeit zu Ende war. Sonst nichts!“