Mit der Bestie auf DU
Hauptmenü
Lecker
Lecker!
Neu!
Leckerer
Richtig lecker
Damals
Leckerstest
MHHM! Schweinekotelett! Am leckersten
Links

 Im Februar bereitet sich die Natur ganz langsam auf den Frühling vor

Hardware anno dazumal. Die Nähgarnrolle funktionert!Morgen wird XP endgültig begraben. 13 Jahre hat es in der schnellst lebigen IT Branche überlebt und sich damit überlebt. Microsoft stellt am achten April den Support für XP endgültig ein.

Auf keinem meiner PCs ist XP installiert. Warum auch, Windows 7 ist besser und kommt ohne Schwierigkeiten mit neuer Hardware klar, es ist stabil und macht eben was es soll. Windows 8 habe ich vor einem Jahr vier Stunden ertragen, damit stand mein Usability-Ergebnis fest. Eiße! Das kommt mir nie auf einen PC.

Morgen wird XP also endgültig Geschichte sein. Zeit, noch einmal einen Blick darauf zu werfen. 2001, als ich noch in der DLL-Hölle von Win NT und Win 9x unterwegs war, wirkte mein Testkauf von XP wie eine Erlösung. Privat hatte ich dieses Betriebssystem sehr schnell auf allen PC installiert, bei Kunden durfte ich noch lange mit NT kämpfen.

XP hat mir auf Anhieb gefallen. Plug and Play war auf einmal nicht mehr Plack(erei) und Pray. Wer sagt denn da, dass die IT-Branche nicht auch ihre religiösen Momente hat.

Dann war Microsoft der Meinung, XP sei veraltet, Neues müsse her. Vista war geboren und tyrannisierte den User. Ein Flop, nicht ganz so groß wie Win 8, aber doch schmerzhaft für Microsoft. Bis 2009 arbeitete ich mit XP, dann wurde Win 7 auf allen PCs installiert. Ein Schritt den ich nie bereut habe.

Einen letzten Blick auf jenes XP, dass Morgen endgültig Geschichte ist, wollte ich aber doch noch werfen. 2004 hatte ich weder Kosten noch Mühen gescheut und mir ein Barebone als Wohnzimmer PC mit DVB-C Karte zugelegt.

Längst schon hat der XC cube AV von aopen ausgedient. Weil er aber so niedlich aussieht, steht er immer noch auf dem Kleiderschrank meiner Annisekretärin. Also gab ich meiner Annisekretärin den Auftrag, ihn vom Schrank zu holen, zu entstauben, anzustöpseln und dann XP hochfahren lassen.

Innerhalb kürzester Zeit waren die Aufträge 1 bis 3 ausgeführt. XP hochfahren funktionierte nicht. Statt des bekannten Startbildschirms nur eine Piepston-Orgie, die in einem dauerhaften Piepston überging. Nach mehreren Versuchen hatte ich ein einsehen: Dieser PC Knochen taugte nur noch zum völligen Verschrotten oder zum Angucken auf dem Kleiderschrank meiner Annisekretärin.

Meine Freiburgsekretärin hatte noch ein uraltes Notebook. Darauf war auch XP installiert. Kurz nachgefragt und … „Kleiderschrank mittlere Tür links“.

„Was bewahren“, ging es mir durch den Kopf, „meine Sekretärinnen alles in ihren Kleiderschränken auf?“. Immerhin, einen Hausfreund hatte keine in ihrem Kleiderschrank untergebracht.

Das Notebook startete sofort. XP fuhr hoch. Schön dachte ich und wartete. Und wartete. Dann war das Desktop zu sehen, aber noch nicht zu bedienen. Nach zehn Minuten war das Notebook bedienbar und … funktionierte nicht.

Die Wlankarte lief, aber eine Verbindung zum Internet war nicht möglich, da kein Accesspoint gefunden werden konnte. Was soll’s, dachte ich, eigentlich juckt’s mich nicht im geringsten, ob XP eingestellt wird oder nicht. Mit der Steinzeithardware, auf der dieses Betriebssystem läuft, arbeite ich sowieso nie mehr.

Meiner Annisekretärin habe ich noch den Auftrag gegeben, ein schönes Bild von Notebook, XC cube und altem Monitor zu machen, s. Bild.

Sollte ich einmal nicht mehr auf diese sündhaft teuere Software von Adobe angewiesen sein, dann werden alle Microsoft-Produkte eingestampft und auf die PCs kommt nur noch irgendein Linux System.

Aber bis dahin werden wohl noch ein paar Jahre vergehen.