Mit der Bestie auf DU
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Rosenkranzkönigin

Furchterregende Schimären im Kunstkatalog von Anni Freiburgbärin von HuflattichOder warum katholische Medien als Steigbügelhalter für Künstlerkarrieren ungeeignet sind.

Es war einmal ein kleines Mädchen. Das hieß Deborah. Dann wuchs das Mädchen zur Frau heran und hieß immer noch Deborah. Damit ist die Geschichte von Deborah schon zu Ende erzählt.

Damit wäre die Geschichte zu Ende erzählt, hätte Deborah sich nicht fest vorgenommen, irgendetwas zu machen. Können konnte sich nichts, aber das war für Deborah kein Problem. „Wer nichts kann wird Künstler. Künstler haben nichts mit Können am Hut“, dachte Deborah zu Recht und hatte keinen Erfolg.

Sicherlich, hier mal ein Stipendium, da mal ein verkauftes Werk. Sogar in der Presse war sie hier und da. Nichts weltbewegendes, denn die Welt hatte besseres zu tun, als sich um Deborahs nichtssagende Ausflüsse zu kümmern.

Dann hatte Deborah die zündende Idee. „Ich mache auf Blasphemie. Das zieht immer.“

Pustekuchen. Auch dazu reichte Deborahs Fantasie nicht. Ein letzter Versuch, wenn auch nur ein Plagiat, Huhn statt Frosch, führte zu mäßigem Erfolg. Ein Erfolg der gar keiner ist.

Ein Link zu Deborahs Seite – gesetzt auf der mittlerweile ins bedeutungslose abgerutschten Webside gloria.tv – sollte Publicity bringen. Ach ja. Die üblichen Empörer empörten sich gerade mal. Nur zwanzig Kommentare gab’s.

Doch halt! Katholisches.info ist sofort auf den Empörungszug aufgesprungen, hat sofort einen der dort üblichen ziemlich länglichen Artikel veröffentlicht; sogar mit Bildern. Na ja. Katholisches.info behauptet zwar, mehr Leser als katholisches.de zu haben, aber das heißt nicht viel. Ein bisschen mehr Leser als kaum Leser ist auch keine große Publicity.

Die einzige katholische Seite mit Reichweite hat sich – ganz unkatholisch – ins elektronische Nirwana verpieselt.

Sogar Tier-Pflanzen-Schimären sind im Katalog! Von kreuz.net kann Deborah aber lernen. Um richtig bekannt zu werden muss ein anderes Empörungspublikum heran. Blasphemie reicht gerade mal für ein paar katholische Dauerempörer. Homobashing verspricht deutlich mehr erfolg. Richtig platzierte Sprüche, wie „Hoffentlich wird das Homogen bald gefunden, dann treibt Mama euch ab!“ oder blumige Metaphern wie „Kotstecher“, sind schon mal ein guter Anfang.

Absolute Bekanntheit ist absolut garantiert. Bild, Spiegel und wie sie alle heißen werden Deborah im Nu bekannt machen. Der Miniserver mit Deborahs Elaboraten wird in Nullkommanix zusammenbrechen, so viele Empörer werden ihn besuchen wollen. Die Verkaufszahlen werden in astronomische Höhen klettern.

„Was soll denn dieser bescheuerte Artikel schon wieder, Du blöder Teddybär?“, höre ich im Geiste schon den Herrn Organisten pro spes salutis, „diese Seite werde ich bis Donnerstag 3:51 boykottieren!“. Zack! Und wieder 50 % meiner Leser weg.

Kleckern und klotzen um meine Werke – sogar diese auf katholisches.info verpönten Schimärenbilder (Bild 1 und 2) – bekannt zu machen.“, antworte ich. Irgendwann werde ich auch mal als Künstlerin entdeckt werden.