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 Im Februar bereitet sich die Natur ganz langsam auf den Frühling vor

Das Gegenbeispiel: Die Wallfahrtskirche Maria VesperbildEine erschreckende Bestandsaufnahme zum deutschen Kirchensterben liefert Welt Online. Heilig Kreuz in Gelsenkirchen-Ückendorf, wurde noch 1997 durch die Bochumer Kunsthistorikerin Christel Darmstadt vollständig renoviert: „Betritt der Besucher das Langhaus mit den zarten Ausmalungen, dem geheimnisvoll belichteten Altarbereich und den hohen Parabelbögen, die den Kirchenraum wie ein gotisches Gewölbe überspannen, so geht er vor so viel schlichter, anrührender Symbolik fast von selbst in die Knie.“

2007 war Schluss. Zum Schlussgottesdienst am 18. August 2007 kamen so viele, dass die Besucher bis auf die Straße standen. Viele ließen ihren Tränen freien Lauf.

Heilig Kreuz ist nicht durch Krieg zerstört. Nicht von Einsturz bedroht. Nicht von der Gemeinde verlassen. Heilig Kreuz ist aufgegeben.

Als 2008 die Heiligengeistkirche in Hamburg fiel, um 65 Neubauwohnungen Platz zu machen, titelte die „Welt“ noch: „Erstmals seit Jahrhunderten fällt eine Kirche.“ Andere erinnerte das Beispiel an die Kirchenabrisse in der untergegangenen DDR. Inzwischen sind die Kirchenabrisse nicht mehr zu zählen.

Diese Entwicklung wird mit dem „Schrumpfen der Gemeinden, der Bevölkerung, der Glaubensüberzeugungen“ begründet. Stichhaltig sind die dazu genannten Zahlen nicht.

Welt Online nennt ein (Gegen) Beispiel: „Bei der Pfarrgründung von St. Mariae Empfängnis in Neersen 1798 zählte die Gemeinde 1200 Katholiken. Die waren glaubensstark genug, die alte Klosterkirche der Minoriten in eigener Regie zu übernehmen und fortzuführen. Heute zählt die Gemeinde 3500 Mitglieder – und muss nach Nutzungen suchen, um ihrem Kirchengebäude einen Sinn zu verleihen.“

Welt Online macht zwei Ursachen für die massive Kirchenzerstörung ausfindig: Eine Art religiöser „Platzangst“, die die weiten Räume der riesigen Kirchenschiffe auf eine in ihren religiösen Grundfesten verunsicherte Priestergeneration hat und den immer wieder vorgeschobenen Geldmangel der Kirche.

Letzten Punkt relativiert Welt Online im gleichen Artikel: „“In den letzten 20 Jahren hat sich die Kirchensteuer von 3,8 Milliarden Euro im Jahr 1991 auf knapp fünf Milliarden Euro 2011 gesteigert. Vergleicht man die heutige Situation mit 1960, so verfügt die katholische Kirche in realen Größen über ein Kirchensteueraufkommen, das etwa viermal so groß ist wie damals.““

Leider schafft der Artikel nicht den Bogen zu den wahren Ursachen der Kirchenzerstörung: Den massiven Verlust der Frömmigkeit in der Bevölkerung und dem Unwillen der Kirchenleitung dem etwas entgegen zu setzen. Anstatt den Besuch des Heiligen Messopfers einzufordern, wird ganz zeitgeistkuschelig darüber spekuliert, die Sonntagspflicht doch ganz abzuschaffen. 

Dort, wo die Frömmigkeit blüht und gepflegt wird, wie zum Beispiel in Maria Vesperbild, da sind die Kirchen übervoll. Dort, wo Gott im Mittelpunkt steht und nicht der Mensch, da wachsen neue Kirchen aus den Boden.

 

Quelle:

Gotteshäuser : Deutsche Kirchen – entweiht, umgenutzt, abgerissen – Nachrichten Kultur – Kunst und Architektur – DIE WELT.