Mit der Bestie auf DU
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Rosenkranzkönigin

Urlaubsträume am Beckenrand des Freibads Calw SuedUrlaub ist erst dann schön, wenn er vorbei ist. Während des Urlaubs stört das Wetter, der Mann, die Mücken und, und, und …

Erst die Erinnerung macht den Urlaub schön, zu einem einmaligen und wunderbaren Ereignis. Geheilt die wunden Füße, vergessen der Streit ums Essen.

Gern lässt man nach dem Urlaub Revue passieren, was so wunderbar war. Wie alles anfing. Die Planung und das ausmalen der herrlichsten Abenteuer.

Diese Geschichte beginnt genau so. Im Freibad am Beckenrand. Der Urlaub steht an. Knuddel, schwerst arbeitender Berufsverbrecher, hat gerade Kenntnis von einem ausgemacht blödsinnigen Plan erhalten. Theo, Tausendsassa und Filou, versucht Knuddel weiter von seinem fantastischen und erfolgsversprechenden Plan zu überzeugen.

Vergeblich. Knuddel ist in Gedanken schon ganz weit weg. Im Urlaub. In Fantasien. Eigentlich wartete Knuddel nur noch auf das erscheinen von Karoline, seiner Freundin.

Theo ließ sich nicht einschüchtern. „Ich habe den Theofrosch mit Bravour gespielt und das tapfere Theolein. Zur Zeit arbeite ich nebenberuflich als Restaurantkritiker, da werde ich mich doch nicht von so einem hergelaufenen Anführer herumkommandieren lassen.“

Laut sagte Theo: „Knuddel, wenn Du meinen Plan erst kennen gelernt hast, dann wirst Du begeistert sein. Keine Bankangestellten, die dumm gucken oder noch dümmer lachen, wenn Du Deinen Banküberfall zum Abschluss bringst. Keine Häme und kein Spott, wenn Du glorreich und mit leeren Taschen in Deinem Hauptquartier ankommst. Nichts von alldem. Mein kleiner, simpler Plan ist leicht durchzuführen und g a r a n t i e r t erfolgreich.“

„Theo, erzähl kein dummes Zeug, sag’ Karoline ’st Urlaub. Sonst nichts. Das ist sicher auch für Deine körperliche Unversehrtheit besser.“

Unbeirrt fuhr Theo fort: „Seit also die Grünen regieren, grassiert die Angst. Die Angst, dass Flugzeuge abstürzen.“

„Theo, sei ein braver Affe und sag Karoline das Urlaub ist.“

Die Angst regiert“, sagte Theo beschwörend, „die Angst behauptet, dass eine einstmals blühende Landeshauptstadt in ein tiefes Loch fällt, wenn ein Loch gebuddelt wird …“

„Theo, lauf los!“

„… und weil die Angst das Denken so verkleistert, dass im kleinen, aber wohlbekannten Königreich ohne Grund die Stromerzeugung abgeschaltet wird, da habe ich folgenden Plan entwickelt.“

„Theo, gleich werde ich ungemütlich“, erwiderte Knuddel ganz gemütlich. Theo störte seine behagliche Ruhe. Theo machte nicht die geringsten Anstalten Karoline zu holen. Theo hielt einfach nicht seinen Mund. Theo ging ihm einfach nur auf die Nerven. Theo brabbelte monoton weiter … und immer weiter entfernte sich seine Stimme. Wurde leiser. Noch leiser. Ganz leise. Knuddel lag auf einer Wiese, Blumen wiegten sich sanft im Sommerwind, die Sonne schien wohlig warm vom Himmel.

„HEY!“

Mit einem Schlag war Knuddel wieder wach: „Ach Du bist es, Theo“, erwiderte er schlaftrunken und war wieder eingenickt.

 

Fortsetzung folgt …