Mit der Bestie auf DU
Hauptmenü
Lecker
Lecker!
Leckerer
Richtig lecker
Leckerstest
MHHM! Schweinekotelett! Am leckersten
Links

Rosenkranzkönigin

Anni Freiburgbärin von HuflattichNun ist der Fortschritt also auch in Freiburg angekommen. Der Herr Organist berichtet stolz von seinem ersten Nervenzusammenbruch im Umgang mit der Hightech-Technik. Stuttgart war schon immer technisch wesentlich innovativer als die Gelbfüß, deshalb hier ein erster Zweijahresbericht über den Umgang mit Nervenzusammenbrüchen.

Nachdem das sehr elegante und technisch ausgereifte Motorola RAZR 3 seinen binären Geist ausgehaucht hatte, musste meiner Annisekretärin ein neues SMS Empfangsgerät gekauft werden. Mein Vorschlag war ein Billighandy mit großen Tasten und ebensolchem Display, so dass die SMSse schnell gelesen und noch schneller versandt werden können.

Gekauft hat meine Annisekretärin ein völlig unnötiges und sinnloses HTC Wildfire s. „Damit kann ich doch unterwegs überprüfen, ob Deine Artikel ordnungsgemäß online geschaltet werden“, war ihr Kaufargument. „Hast Du wenigstens darauf geachtet, wie hoch der an-die-Wand-klatsch-Faktor ist?“, dachte ich zurück, da ich ihr durchaus explosives Temperament kenne.

Wider erwarten verlief die Inbetriebnahme des Smartphones recht zügig. Nach nur drei Wochen konnte meine Annisekretärin SMS, MMS und Emails über ein Googlekonto, das extra eingerichtet werden musste, versenden.

Die 5 Megapixelkamera machte recht gute Bilder und die CD Sammlung (Mozarts sämtliche Symphonien und Klavierkonzerte) auf der 16 GB SD Karte ließen sich über den Kopfhörer Ausgang prima im Autoradio (AUX-Eingang) abspielen.

Meine Videos gab es damals noch nicht auf YOUTUBE, aber andere ließen sich bequem anschauen und anhören (in quäkender Qualität).

Soweit so gut. Ruft meine Annisekretärin über den eingebauten Browser (scheint ein Safari Derivat zu sein) meine Seite auf, dann dauert es ewig und drei Tage, bis ich meine Artikel sehe, was äußert merkwürdig ist. Über WLAN wird mit 100 Mbit/s auf die Seite zugegriffen und über Funknetz immerhin mit 6 Mbit/s. Die Kaffeepause ist nicht nur bei meinen Seiten fällig, auch focus, faz und wie sie alle heißen, laden nicht schneller.

Auf meiner Seite werden mit dem Standardbrowser die Umlaute nicht korrekt angezeigt. Deshalb haben wir in den Einstellungen den UTF-8 Zeichensatz eingestellt. Dann funktioniert der Browser mit deutschen Umlauten.

Hightechterror an Blaue Blümchen Stövchen auf HäckeldeckeNach jedem Neustart (entfernt unnötige termporäre Dateien aus dem Arbeitsspeicher und nicht benötigte Programme) sind die von uns geänderte Grundeinstellung weg und die Umlaute erscheinen wieder als nichtsagende Rechtecke. Um wenigstens die Anzeige von Webseiten in vernünftiger Qualität zu sehen ist als Browser Opera Mini installiert. Da klappt es dann auch mit den Umlauten.

Das Wildfire wird mit dem Google Betriebssystem Android betrieben, einem Linuxderivat für mobile Geräte – unnützer Plunder wie Google Maps inklusive. Seit einiger Zeit habe ich die Vorteile der Umsonstbücher aus dem Kindle-Shop schätzen gelernt. Mit einer Windows-Kindle-App einfach zu lesen. Bellfrell wies mich darauf hin, dass es für Smartphone ebenfalls Kindle-Apps gäbe.

Natürlich habe ich sofort die Kindle-App auf dem Smartphone installieren wollen. Ging nicht. Kein Speicher, war die lapidare Meldung. Als einzige zusätzliche App war bisher Opera Mini installiert.

Also gab ich meiner Annisekretärin die Anweisung, sämtliche nicht benötigten Programme zu entfernen. Google Map lässt sich nicht löschen. Ebenso andere Google Programme. Im Internet war zu erfahren, das Programme, die zum Betriebssystem (Android) gehören, nicht gelöscht werden können, ja nicht gelöscht werden dürfen, ohne Schaden für die Funktionsfähigkeit des Smartphones zu riskieren.

Ich habe von der Installation der Kindle-App Abstand genommen. Opera Mini, als einzig vernünftig funktionierenden Browser, möchte ich doch nicht entfernen.

Über die dämliche Handhabung MMS Bilder als Email an den heimischen PC zu versenden habe ich früher schon berichtet. Eines muss man dem Wildlife s allerdings bestätigen. Der an-die-Wand-klatsch-Faktor ist sehr hoch. Das ist immerhin ein Punkt, der für dieses Smartphone spricht.

Wenn man also nicht so technikverliebt wie meine Annisekretärin ist, sollte man möglichst vom Kauf eines Smartphones Abstand nehmen. Nervenzusammenbrüche und Schaum vor dem Mund sind garantiert. Bisher hat sich das Smartphone nur ein einziges Mal als nützlich erwiesen. Das war bei der Umstellung von WordPress 3.4.2 auf 3.5

Resümee: So ein Smartphone ist billiger Lifestyle-Plunder und zum ernsthaften Gebrauch kaum geeignet. Telefonieren lässt sich damit mäßig gut, SMS schreiben nur im Querformat.