Mit der Bestie auf DU
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Rosenkranzkönigin

Gelber Sonnenschein in Huflattich gegossen. HihiEndlich ist es soweit: Der Frühling beginnt. Damit sind endlich die Tage wieder länger als die Nächte und die globale Erwärmung schlägt zu. Seit heute, 20. 3. 2013 um 12:00:53, ist Frühling. Das ist eine gute Nachricht.

Die schlechte Nachricht: Das Wetter hat den Frühlingsbeginn nicht mitbekommen und denkt, es sei Winter.

Dabei hätte es noch schlimmer kommen können. Frühlingsanfang im Februar. Wäre nicht ein beherzter Mann gewesen, dann wäre der 27. Februar 2013 Frühlingsbeginn. Der beherzte Mann war, wie sollte es anders sein, ein Papst. Ein Papst, der sich noch in vollem Umfang seiner Verantwortung vor Gott bewusst war und nicht in unterwürfiger Demut vor den Menschen versank.

Papst Gregor XIII. verordnete 1582 mit der päpstlichen Bulle „Inter gravissimas“ die Reform des bis dahin gültigen Julianischen Kalenders – das war bitter nötig.

Der damals gültige Julianische Kalender war mehr als 11 Minuten pro Jahr zu lang. Dieser Umstand führte dazu, dass alle 130 Jahre die Tagnachtgleiche um einen Tag früher stattfand. Bis ins 16. Jahrhundert hatten sich diese 11 Minuten pro Jahr bereits auf 10 Tage summiert so dass der Frühlingsbeginn im Jahr 1582 am 11. März stattfand. Das war ein riesiges Problem.

Nach dem Frühlingsbeginn wird das Osterfest berechnet. Das Konzil von Nicäa, 325, ging davon aus, dass die Tagnachtgleiche im Frühling immer auf den 21. 3. fällt. Somit sollte der frühest mögliche Ostertermin der 22. 3. und der spät möglichste der 25. 4. eines Jahres sein. (2008 war Ostersonntag am 23. 3, dem zweit frühsten Termin, und 2011 war der Ostersonntag auf dem 24. 4., dem zweit spätesten Termin.)

Der Julianische Kalender kannte Schaltjahre, die die Abweichung des Julianischen Jahres von dem tatsächlichen Jahr, dem Sonnenjahr, auszugleichen. Alle Jahre, die durch 4 teilbar sind, sind Schaltjahre mit 29. Februar.

Um ein fortwährendes Abrücken des Frühlingsanfangs vom 21. März in Zukunft zu vermeiden, wurde im Gregorianischen Kalender die Dauer des mittleren Kalenderjahres mit 365,2425 statt wie bisher mit 365,25 Tagen berücksichtigt.

Die Verkürzung erfolgte mit Hilfe einer weiteren, übergeordneten Schalttagregel. Jahre, die durch 100 ohne Rest teilbar sind, aber nicht durch 400 ohne Rest, sind keine Schaltjahre. Danach waren die Jahre 1700, 1800 und 1900 keine Schaltjahre. Die Jahre 1600 und 2000 waren Schaltjahre, weil auch durch 400 ohne Rest teilbar.

Weil 2000 ein Schaltjahr war, hat sich eine größere Verschiebung im Kalender ergeben, die bewirkt, dass der Kalender etwas vor geht und somit der Frühlingsanfang früher als am 21. beginnt. Ab dem nächsten Jahrhundert pendelt sich aber das Datum des Frühlingsbeginns wieder auf den 21. 3. ein.

Papst Gregor XIII. löste im übrigen das Problem, dass der Frühlingsbeginn im Jahr 1582 am 11. März war und wieder auf den 21. 3. kommen sollte, auf ganz einfache Art und Weise: Er strich 10 Tage aus dem Kalender. Auf dem 4. Oktober 1582 folgte der 15. Oktober und der Frühling begann 1583 wieder am 21. 3.