Mit der Bestie auf DU
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Hochsommer II: Schwitzen kehrt zurück!

Gott sei Dank bin ich nicht die Einzige, die gestern schon erkannt hat, welche katastrophalen Folgen der Rücktritt des Papstes haben wird. Wer mir schäbiges Papstbashing unterjubelt, hat mit Verlaub, einen ganz gewaltigen Bums an der Birne.

Ich verdanke Papst Benedikt sehr viel und daran wird auch sein Rücktritt nichts ändern.

Aber, und das ist der springende Punkt, der Rücktritt des Papstes ist unfassbar, theoretisch möglich, aber bis gestern nie praktisch umgesetzt. Aus gutem Grund. Der Papst ist der Kapitän und der Kapitän verlässt als Letzter, nicht als Erster das Schiff. Das wussten über zweihundert Päpste vor Papst Benedikt und sind im Amt geblieben.

Stimmen zum Rücktritt:

Kardinal Meisner war vom Rücktritt überrascht. Der Rücktritt des Papstes lag außerhalb seiner Vorstellung: Das geistliche Amt sei eine Art Vaterschaft und Vater bleibe man sein Leben lang. Wie soll das denn jetzt gehen? Ein Papst im Ruhestand.

Kardinal Stanislaw Dziwisz, Erzbischof von Krakau:
Papst Johannes Paul II. hat sich entschieden zu bleiben. Vom Kreuz steigt man nicht herab.

Die Stellungnahmen von Kardinal Meisner und Kardinal Dziwisz auf gloria.tv

Francesco Colafemmina, Fides et Forma, katholischer Intellektueller und Kunstkritiker:
Eine letzte Anmerkung, um die bedrückende Last dieses Tages etwas zu erleichtern: Mir kam der Steuermann der Kirche in den Sinn, der das Schiff Petri verläßt. Doch da ertönt eine Stimme: „Aber was tust Du? Kehr zurück an Bord …!“

Giuseppe Nardi schreibt auf katholisches.info

Dennoch, die Feststellung steht seit 2000 Jahren im Raum: Ein Papst tritt nicht zurück! Er ist als Stellvertreter Christi auf Erden im wörtlichen wie im metaphorischen Sinn durch den Heiligen Geist gewählt. Es war Benedikt XVI., der erst am 8. Februar vor Seminaristen seiner Diözese Rom sagte, daß das Priestertum immer das Martyrium miteinschließt. Ja, daß die Bereitschaft zum Martyrium ein konstitutives Element des wahren Priestertums ist, das es erst zu dem macht, was es ist.

Auch Manfred von Korrektheiten bringt es auf den Punkt:

Zumindest ist das Amt des Papstes, ist die Institution des Papsttums mit dem Rücktritt geschwächt. Ab jetzt wird es denkbar, einen Papst aus dem Amt zu mobben, was bisher als von vornherein aussichtslos gelten musste, weil es selbstverständlich war, dass niemand einen Auftrag des Heiligen Geistes zurückgibt. Auch dies gilt nicht mehr.

Da ich kein Interesse daran habe, wieder Dreckkommentare gehässiger „Katholiken“ in den Müll zu entsorgen, bleibt die Kommentarfunktion geschlossen.

Kleines Schmankerl am Schluss, auf das sich jeder seinen eigenen Reim machen darf:
Ausgerechnet am Tag, an dem Papst Benedikt XVI. seinen Rücktritt bekannt gab, schlug ein Blitz im Petersdom ein.