Mit der Bestie auf DU
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Januar, klirrende Kälte. Da ist es gut, sich warm anzuziehen.

Vegetarierin aus VernunftgründenIch bin Vegetarierin. Nicht weil mir die armen kleinen Tiere leid tun, sondern aus einem anderen Grund. Bären sind, wie allgemein bekannt sein sollte, Allesfresser. Sie stopfen in sich hinein, was sie vor die Schnauze bekommen.

Ist ’mal ein Mensch dabei, was soll’s, schmeckt auch. Menschen haben – zu Recht – Angst vor Bären. Bären sind unberechenbar und kaum einzuschätzen. So mancher Mensch hat seine unbedarfte Furchtlosigkeit schon mit dem Leben bezahlt.

Als ich Kontakt zu meiner Annisekretärin aufnahm (sie behauptet, sie hätte mich gekauft, was nun der unwesentlichste Teil meiner Kontaktaufnahme mit Menschen ausmachte) habe ich mir gedacht: „Anni, sei klug, werde Vegetarierin. Diese Annisekretärin wird weniger scheu vor dir haben, wenn sie weiß, dass du sie nicht fressen wirst.“

Meine Annisekretärin ist keine Vegetarierin. Sie isst Fleisch; sie muss ja nicht fürchten als Kannibalin gefürchtet zu werden.

Jetzt habe ich einen Fleischatlas gesehen. Der sagt, dass der Mensch 1094 Tiere in seinem Leben isst. 240 Gramm pro Tag.

Nach einem guten Essen fühlen sich alle wohlDarauf hin habe ich meine Annisekretärin verstärkt beobachtet. Sie ist viel zu wenig Fleisch. So geht das nicht. Die armen Tiere wachsen extra, damit sie gut und viel essen kann und was macht sie? Sie verspeist allenfalls einen geringen Bruchteil des Fleisches, dass sie laut Statistik essen dürfte.

Das ist ungesund. Gerade jetzt im Winter. Die Tiere frieren und freuen sich, wenn sie in die heiße Pfanne kommen, wahlweise auf den Grill.

Ich habe sofort eine Email an meinen Freund Bruno geschickt. Einzig mit der Frage, wieviele Mäuse er pro Tag verspachtelt. Die Antwort kam umgehend: „Jede Menge, Anni. Mindestens 5600 pro Tag. Die möchten alle gefressen werden, weil es so kalt ist und in meinem Magen so schön warm.“

Das geht, aber nicht immer gut: Tiger als VegetarierBruno ist eine Hofkatze im Schwarzwald. Er hat es nicht so mit dem zählen. Aber immerhin, er tut was für die Statistik.
Als ich also vor Jahren beschloss, Vegetarierin zu werden, da fand meine aller, aller drittbeste Freundin den Gedanken so faszinierend, dass sie beschloss, es mir gleich zu tun und auf jedwedes Fleisch zu verzichten. Seitdem ist Jenny auch Vegetarierin. Und ständig krank und missgelaunt.

Kein Wunder. Jenny ist nun mal eine Tigerin und Tiger sind Fleischfresser. Wie Bruno, die Hofkatze.