Mit der Bestie auf DU
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 Im Februar bereitet sich die Natur ganz langsam auf den Frühling vor

Endlich wieder freie Sicht. Kein Gerüst, kein baumelnder Fuss. Allein die Bäume sind jetzt kahl.Es ist geschehen. Gestern. Niemand, ich am allerwenigsten, hat damit gerechnet. Gegen 11:00 kamen sie. Haben erst den Wagen auf der Straße geparkt, später im Hof. Dann ging es Schlag auf Schlag. Hämmern, schepper, knall.

Um 16:00 war es soweit. Ich hatte endlich wieder freie Sicht. Fünf Monate Gerüst. Erst Teileingerüstet, dann ganz. Vor fast genau drei Monaten schrieb ich, nicht ahnend welche Schrecken auf mich zukommen sollten, optimistisch, beinahe euphorisch: „Immerhin geht es voran. In ein, zwei oder fünf Wochen wird der Krach vorbei sein.“

Denkste!

Eingebunkert zur heißesten Zeit des Jahres. Verdunkelte und abgeklebte Fenster im August. Mein Raucherzimmer nicht benutzbar, und wenn, dann nur unter Gefahr für Leib und Leben. Na ja, kleinere Steinbrocken sind immer wieder mal heruntergefallen. Staub war die Regel.

Wäsche aufhängen war ein besonderes Risiko.

Die Bäume waren grün belaubt, zusätzliche Stangen überallWird die Wäsche sauber bleiben? Ohne Farbspritzer? Ohne herabstürzenden Schmutz? Wird die Wäsche gar sauber trocken werden? Waschtägliches Bangen.

Nun ist es also vorbei. Ich habe morgens eine Maschine gewaschen. Das Wetter ist zwar grau, kalt und regnerisch: Trotzdem! Ich hänge die Wäsche auf und genieße es, mir keine Gedanken über Schmutz auf sauber gewaschener Wäsche zu machen.

Trocken wird sie wohl nicht mehr werden. Das macht nichts. Dafür riecht sie frisch.

Falls ich einmal Sehnsucht nach dem verschwundenen Gerüst haben sollte, so brauche ich nicht traurig zu sein. Die Vorderseite des Hauses ist immer noch eingerüstet.

Gerüstabbau ungewiss.