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Selbst schuld

Roberto de Mattei - Das Zweite Vatikanische KonzilAm 1. September 1910, legte der heilige Papst Pius X. den Antimodernisteneid vor. Mit dem Eid bekräftige der heilige Pontifex die Verurteilungen des Modernismus als Sammelbecken aller Häresien, wie er in der Enzyklika „Pascendi“ (1907) – und im Dekret „Lamentabili“ – ausführt.

Der Antimodernisteneid musste von allen höheren Klerikern abgelegt werden. Der Eid wurde im Jahr 1967 im Gefühlsüberschwang der nachkonziliären Zeit abgeschafft. Wie am desolaten Zustand der heutigen Kirche unschwer festzustellen ist, mit katastrophalen Folgen.

Der Antimodernisteneid beginnt mit dem eindeutigen Bekenntnis zu Gott als dem Ursprung und Ziel aller Dinge, wie es der Vernunft zugänglich ist. Die sichtbaren Werke der Schöpfung können, als Ursache vermittels der Wirkungen sicher erkannt und sogar auch bewiesen werden.

Die äußeren Beweise der Offenbarung, die göttlichen Taten, primär Wunder und Weissagungen, sind ganz sichere Zeichen für den göttlichen Ursprung der christlichen Religion und dem Verständnis aller Menschen bestens angemessen.

Die Kirche ist die Hüterin und Lehrerin des geoffenbarten Wortes. Sie ist direkt von Christus eingesetzt und auf Petrus , den Fürsten der apostolischen Hierarchie, und seine Nachfolger in Ewigkeit erbaut.

Die Glaubenslehre ist von den Aposteln durch die rechtgläubigen Väter in demselben Sinn und in immer derselben Bedeutung bis heute überliefert. „Deshalb verwerfe ich völlig die häretische Erdichtung von einer Entwicklung der Glaubenslehren, die von einem Sinn in einen anderen übergehen, der von dem verschieden ist, den die Kirche früher festhielt“.

Strengstens ist jeder Irrtum zu verurteilen, durch den anstatt des göttlichen Vermächtnisses eine philosophische Erfindung oder eine Schöpfung des menschlichen Bewusstseins gesetzt wird, die durch das Bemühen der Menschen allmählich ausgeformt wurde und künftighin in unbegrenztem Fortschritt zu vervollkommnen ist.

Der Glaube ist kein blindes Gefühl der Religion, das unter dem Drang des Herzens und der Neigung eines sittlich geformten Willens aus den Winkeln des Unterbewusstseins hervorbricht.

Der Glaube ist die wahre Zustimmung des Verstandes zu der von außen aufgrund des Hörens empfangenen Wahrheit.

Die Dogmengeschichte ist zu verurteilen. Ebenso die Irrtümer derer, die behaupten, der von der Kirche vorgelegte Glaube könne der Geschichte widerstreiten und die katholischen Glaubenslehren könnten in dem Sinne, in dem sie jetzt verstanden werden, nicht mit den wahren Ursprüngen der christlichen Religion vereinbart werden.

Die Auffassung derer, die sagen, der gebildetere christliche Mensch spiele eine doppelte Rolle, zum einen die des Gläubigen, zum anderen die des Historikers, ist zu verurteilen und zu verwerfen.
Dem Historiker ist nicht erlaubt, festzuhalten, was dem Glauben widerspricht oder Prämissen aufzustellen, aus denen folgt, dass die Glaubenslehren entweder falsch oder zweifelhaft sind, sofern diese nur nicht direkt geleugnet werden.

Die Methode, die heilige Schrift zu beurteilen und auszulegen, die sich den Erdichtungen der Rationalisten anschließt und – nicht weniger frech als leichtfertig – die Textkritik als einzige und höchste Regel anerkennt, ist zu verwerfen.

Der Irrtum, „in dem die Modernisten behaupten, der heiligen Überlieferung wohne nichts Göttliches inne, oder, was weit schlimmer ist, dies in pantheistischem Sinne gelten lassen, so dass nichts mehr übrig bleibt als die bloße und einfache Tatsache, die mit den allgemeinen Tatsachen der Geschichte gleichzustellen ist, dass nämlich Menschen durch ihren Fleiß, ihre Geschicklichkeit und ihren Geist die von Christus und seinen Aposteln angefangene Lehre durch die nachfolgenden Generationen hindurch fortgesetzt haben“ ist strikt abzulehnen.

Der Antimodernisteneid schließt mit den Worten:
„Ich gelobe, dass ich dies alles treu, unversehrt und aufrichtig beachten und unverletzlich bewahren werde, indem ich bei keiner Gelegenheit, weder in der Lehre noch in irgendeiner mündlichen oder schriftlichen Form, davon abweiche. So gelobe ich, so schwöre ich, so wahr mir Gott helfe und diese heiligen Evangelien Gottes.“

Meineidige Geistliche drangen mit der Zeit jedoch in immer größerem Maß in wichtige Positionen der Kirche. In den fünfziger Jahren konnten sie die Weichen in Richtung zweites Vaticanum stellen.

Bis 1967 schützte der Antimodernisteneid vor einer vollständigen Vereinnahmung der Kirche durch die Modernisten. Nach 1967 war jeder Schutzwall gegen Häresien gebrochen.

Der vollständige Text des Eids ist hier zu lesen.