Mit der Bestie auf DU
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Selbst schuld

Am 25. Oktober äußerte sich Kardinal Brandmüller in einem Interview über die Früchte des zweiten Vatikanischen Konzils in der Tagespost. Es bedürfe der Geduld, um alle Dokumente im Sinne der Kirche umzusetzen.

Der Katechismus sei eine Frucht, die den Pfarrern und Predigern Maßstäbe zur Verkündigung an die Hand geben, das Kirchenrecht sei ebenfalls eine Frucht des zweiten Vatikanums, allerdings eine, die der Nachreife bedürfe.

Kein gutes Haar ließ Kardinal Brandmüller an der Liturgiereform Ende der sechziger Jahre: „Dass die nachkonziliare Liturgiereform mit ihren Fehlentwicklungen und Umbrüchen nicht dem Konzil und seiner – nach wie vor noch nicht wirklich umgesetzten – Liturgiekonstitution anzulasten ist, sei ausdrücklich bemerkt.“

Die weithin erfolgte Entfernung des Latein und des Gregorianischen Chorals wie auch die nahezu flächendeckende Aufstellung von Volksaltären können sich keinesfalls auf Vorschriften des Konzils berufen.

Die Etablierung von Pfarrgemeinde-, Dekanats- und Diözesanräten hat – wo nicht mit gesundem Hausverstand durchgeführt – zu einer, wie schon Klaus Mörsdorf kritisch bemerkte, Parallelhierarchie, zu einer mit der sakramental-hierarchischen Struktur nicht zu vereinbarenden „Demokratisierung“ der Kirche und damit zu großen Problemen geführt.

Dabei kann von einer wirklichen demokratischen Repräsentanz der Gläubigen überhaupt keine Rede sein, denkt man an die meist lächerlich geringe Beteiligung an den Pfarrgemeinderatswahlen. Laienverantwortung und deren Mitarbeit hatte es längst vor dem Konzil und in erheblichem Umfang gegeben.