Mit der Bestie auf DU
Hauptmenü
Lecker
Lecker!
Leckerer
Richtig lecker
Leckerstest
MHHM! Schweinekotelett! Am leckersten
Links

Christkinds little helper

In Fulda sprachen die deutschen Bischöfe ein „Wort zum Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten des zweiten Vatikanischen Konzils“. Sie wiesen unter Anderem darauf hin, dass das Konzil den Gebrauch der Muttersprache in der Liturgie ermöglicht hat.

Im Konzilsdokument über die Heilige Liturgie „Sacrosanctum Concilium“ wird genau das Gegenteil festgeschrieben:

So heißt es in SC 36:
§ 1. Der Gebrauch der lateinischen Sprache soll in den lateinischen Riten erhalten bleiben, soweit nicht Sonderrecht entgegensteht.

§ 2. Da bei der Messe, bei der Sakramentenspendung und in den anderen Bereichen der Liturgie nicht selten der Gebrauch der Muttersprache für das Volk sehr nützlich sein kann, soll es gestattet sein, ihr einen weiteren Raum zuzubilligen, vor allem in den Lesungen und Hinweisen und in einigen Orationen und Gesängen gemäß den Regeln, die hierüber in den folgenden Kapiteln im einzelnen aufgestellt werden.

Das bedeutet, dass die Heilige Messe generell weiterhin in Latein gefeiert werden muss. Mit Sonderrecht waren nur einige Ausnahmen bedacht, wie die traditionell im slawischen Sprachraum übliche glagolitische Messe. Ebenso waren als Ausnahme muttersprachliche Teile im Bereich der Lesung und im allgemeinen Gebet zugelassen.

Auch SC 54 weicht nicht von dem Gebrauch der Kirchensprache ab:

54. Der Muttersprache darf im Sinne von Art. 36 dieser Konstitution in den mit dem Volk gefeierten Messen ein gebührender Raum zugeteilt werden, besonders in den Lesungen und im „Allgemeinen Gebet“ sowie je nach den örtlichen Verhältnissen in den Teilen, die dem Volk zukommen. Es soll jedoch Vorsorge getroffen werden, daß die Christgläubigen die ihnen zukommenden Teile des Meß-Ordinariums auch lateinisch miteinander sprechen oder singen können. Wenn indes darüber hinaus irgendwo der Gebrauch der Muttersprache bei der Messe in weiterem Umfang angebracht zu sein scheint, so ist die Vorschrift des Artikels 40 dieser Konstitution einzuhalten.

Auch der letzte Satz beschreibt in 54 eindeutig Sonderrecht.

Spricht das Dokument Sacrosanctum Concilium noch davon, die Heilige Messe weitestgehend in Latein zu lesen, so ist davon nichts mehr in den Instruktionen zum Dokument zu lesen. Die „Instruktion zur ordnungsgemäßen Durchführung der Konstitution über die heilige Liturgie“ erlaubt den Gebrauch der Landessprache für alle Teile der Messe. Der zweite Teil „Tres abhinc annos“ der Instruktion, von der Heilige Ritenkongregation und dem Consilium am 4. Mai 1967 erlassen, erlaubt sogar den Kanon in Landessprache – dafür wäre auf dem Konzil keine Mehrheit zu finden gewesen.

Völlig ignoriert wurde die Apostolische Konstitution „Veterum sapientia“ Johannes XXIII., die Latein als Kult-, Amts- und Wissenschaftssprache für die Zukunft der römisch-katholischen Kirche als absolut verbindlich vorschrieb.