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Selbst schuld

Prälat Imkamp gab am Wochenende den Mittelschwäbischen Nachrichten ein Interview über das Oktoberfest und die historischen Hintergründe.

Der Prälat, dessen Großvater mütterlicherseits Brauer war, hat einen gesunden, katholischen Standpunkt zur weltgrößten Sause in München: „Das Oktoberfest ist durchaus auch als identitätsstiftender Faktor des neuen Königreiches Bayern zu sehen: Es begann als ‚event’ im Kontext von ‚nation building’. Schließlich wurde das Oktoberfest zum ‚bayerischen Nationalrausch’, zum wichtigen Wirtschaftsfaktor und sogar zum Exportartikel“.

Der – angesichts der wirren Idee eines Münchner Priesters, seine Kirche in einen Biergarten umzuwandeln – berechtigten Frage: „Ist es überspitzt zu behaupten, dass mancher Zeitgenosse lieber im Festzelt sitzt als in die Kirche zum Gottesdienst geht? Oder andersherum: Kann die Kirche auch ein Festzelt sein?“ erteilt Imkamp eine klare Absage: „Ideal wäre natürlich die Verbindung von beidem, zuerst die „Kirch“, dann das Zelt! Am Anfang des Oktoberfestes steht schließlich die Spendung eines Sakramentes und das Zentrum einer jeden katholischen Kirche ist ja buchstäblich ein Zelt: Tabernakel heißt nämlich übersetzt Zelt. Kirche und Zelt das geht nicht nur zusammen, das gehört auch zusammen. Und der schönste Zug zum Zelt ist der Zug von der ‚Kirch’ zum Zelt.“

Nachzutragen bleibt, dass der Anfang des Oktoberfestes am 12. Oktober 1810, die erste Kronprinzenhochzeit Bayerns war. Bayern war gerade vier Jahre ein Königreich, da kam die Hochzeit von Kronprinz Ludwig mit der Prinzessin Therese Charlotte Louise von Sachsen-Hildburghausen gerade recht.

Wie die Hochzeitsvorbereitungen abliefen hier:

Günter Grünwald – Oktoberfest