Mit der Bestie auf DU
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 Im Februar bereitet sich die Natur ganz langsam auf den Frühling vor

„Triffst Du den wirklich?“, fragt Anni, nicht gerade freudig. „Klar“, antwortet Murli. „Vielleicht“, sagte ich. „Pff“, meinte Anni, „ich bleibe auf jeden Fall hier.“

Wir fahren los. Zehn Uhr ist mehr als zeitig. Ob ich über Mautstraßen fahren möchte, will Stefan wissen. Mir egal, und so tippe ich ja ins Navi ein. Ein folgenschwerer Fehler, wie sich an der Schweizer Grenze zeigte. 40 € drückt Murli ab. Sechs Franken und eine Plakette gab es dafür.

Mit der Plakette dürfen wir nun ein Jahr kostenlos durch die Schweiz auf Autobahnen fahren. Mein letzter Besuch der Schweiz liegt Ewigkeiten zurück, mein nächster in unbestimmter Zukunft.

Die sechs Franken haben wir dem Klingelbeutel gespendet. Was soll man sonst mit sechs Franken anfangen? Vielleicht auf ein Konto zu 5 % einzahlen und in 1000 Jahren abheben und vom Gewinn den Rest des Lebens genießen.

5 Km Autobahn und St. Anton erdrückte uns. Die Kirche innen riesig mit Hochaltar, Kommunionbank und bunten Fenstern. Damit wäre fast alles über die Kirche an gutem gesagt, wäre da nicht eine ausgemacht schöne Messe im überlieferten Ritus und ein hinreißend gut spielender Organist, der ganz nebenbei auch als hervorragender Sänger brillierte.

Seinetwegen waren wir extra nach Basel gefahren. Nach der Messe beobachtete Murli angestrengt die hintere Orgelempore. Ich nicht. Ich hatte unser „Opfer“ längst erspäht. Dann war die Kirche fast leer. Murli wurde es mulmig und sie ging nach vorn, um sich zu erkundigen wo der Organist abgeblieben sei.

Sie fragte, wie ich von hinten sehen konnte, den Organisten. Er gab sich ohne Federlesen als Pro Spe Salutis zu erkennen. „Ich dachte Freiburgbärin habe auch als Murli geschrieben.“ Pech gehabt, Andreas, wir sind zwei real existierende alte Schabracken.

Duzen oder Siezen, weil im richtigen Leben ist die Umgangsform doch anders als im Internet. Wir einigen uns auf’s Duzen. Das Gespräch beginnt, abtasten, abklopfen und besser verstehen. Ich teile, ganz im Sinne Annis Andreas mit, dass wegen seines Schmähvideos gegen ihn eine Fatwa läuft. Andreas zeigt sich zerknirscht, ich nehme es ihm ab und erkläre die Heilige Rache für beendet. Ab sofort ist er wieder in der Blogroll. Mist nur, dass er gar nicht gemerkt hat, dass ich ihn rausgeschmissen hatte.

Wir nehmen Andreas mit im Lamborghini. Auf der Rückfahrt wählt Stefan die nicht mautpflichtige Route durch Baseler 30iger Zonen. Ich hätte beinah das Navi aus dem Fenster geworfen.
Murli und Andreas unterhalten sich über Haslach, die Kirche und die Welt. Murli ist die Freiburgerin, nicht ich. Die Fahrt vergeht wie im Flug, die Themen vielseitig und packend. Wir setzen Andreas Pro Spe Salutis in Haslach aus.

Es war sehr schön, danke Andreas.

Wir haben danach bei Schöpflin Kuchen gekauft und Computer Lies’chen besucht. Sie hat sich riesig über die Überraschung gefreut. Ich glaube über Murli und mich auch.

Andreas weiß jetzt, dass Computer Lies’chen ebenfalls ein real existierender Mensch ist.

Nachtrag:
Andreas hat seine Sicht unseres Bloggertreffs – die sich nicht von unserer unterscheidet – hier veröffentlicht