Mit der Bestie auf DU
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Selbst schuld

Klobürstenartikelbesprechung Unter dem seltsamen Titel „Wünschelrute und Rosenkranz“ berichtet die Tagespost in der gestrigen Ausgabe fast ganzseitig. Thema der Reportage ist die Telgter Ausstellung Religio, die sich angeblich mit dem Grenzbereich zwischen Volksfrömmigkeit und Aberglauben befasst.

Dämonenglaube, Wahrsagerei, Orakel u. s. w. werden laut Artikel unter Aberglauben zusammengefasst. Aberglaube sei eine Sache des Betrachtes und was für einen Christen Aberglaube sei, sei möglicherweise für einen Mohammedaner keiner. Wenn die Fußballnationalmannschaft gegen Italien verlöre, sei das kein Fluch, wird der Museumsleiter zitiert.

Heiliges Wasser vom Jordan, Olivenholz, Rosenkränze und Skapuliere werden in einem Topf mit Aberglauben geworfen. Ein großer Bereich sei dem Hexenwahn gewidmet. Hexenhammer und Gegenschrift werden genannt.

Ein Kuddelmuddel sonder gleichen wird dem Leser präsentiert. Kein klärendes Wort des Autors, was es mit Volksfrömmigkeit oder nur dem Rosenkranz auf sich hat. Gedankenlos wird wiedergegeben, was der Museumsleiter von sich gibt. Ein Hauch des Widerspruchs regt sich beim Autor, ob einer Installation zweier „Künstlerinnen“, die Reliquienverehrung der Lächerlichkeit preisgeben. „Das gehe zu weit“, so der Verfasser.
Was diese Wiedergabe des Ausstellungsführers mit Volksfrömmigkeit zu tun hat, ist ein Geheimnis des Autors.

Der jedenfalls macht sich nicht die Mühe zu hinterfragen. Kritiklos wird jede Unterstellung des Museumsleiters hingenommen. Fluch und Segen? Haha, Hirngespinste. Hexenverbrennungen? Diese Ausgeburt des Protestantismus wird einfach geschluckt.

Was so ein Artikel in der Tagespost zu suchen hat bleibt das Rätsel der Redakteure. Katholische Berichterstattung, wie es die Tagespost auf der Titelseite für sich in Anspruch nimmt, Fehlanzeige.
Ist halt nicht überall katholisch drin, wo katholisch draufsteht.