Mit der Bestie auf DU
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Christkinds little helper

„Gott dient uns“ Dieser Auswurf menschlicher Überheblichkeit steht auf der Gottesdienstseite der Domkirche St. Eberhard Stuttgart. Weiter ist dort zu lesen: „wir dienen IHM mit allen Ausdrucksformen des Feierns – Gesang und Gebet, Farben und Formen, Blumen und Lichtern, Gesten und Zeichen.“

Farben, Formen und Gesang hört sich nach Kindergartenprojekt an, von Gottverehrung und -anbetung keine Spur. „Von Gott und seinem Christus“ geht es kindisch weiter, als ob es um Meister Geppetto von seinem Pinocchio geht.

Der ganze Text liest sich, als ob eine dieser aufgeregt aufgescheuchten Kindergärtner_Innen zur Pastoralassistent_In erhoben, auf die Restgläubigen in Stuttgart losgelassen wird.

Ich habe nichts gegen Kindergärtner_Innen!

Mit Gottverehrung hat der Text nichts zu tun. Das ist dekadenter Wohlfühlkatholizismus, abgeguckt von den Protestanten, ein bisschen Folklore und ganz viel lauwarme Luft.

Um Gott zu ehren bedarf es nicht viel. Eine demütige und würdige Haltung und Respekt vor der Erhabenheit Gottes und seines eingeborenen Sohnes Jesus Christus. Von wahrer Gottverehrung spricht S.E. der hwst. Herrn Weihbischof Dr. Athanasius Schneider am Pfingstsonntagabend in Maria Vesperbild. Aber das interessiert die Dekadenzkirche nicht:

Der bekannte französische Schriftsteller, Graf Charles de Montalembert, war im Jahre 1830 Augenzeuge folgender Begebenheit in Irland, welche er auch schriftlich in folgenden Worten festgehalten hat:

‚Ich kann nie jene erste Messe vergessen, der ich in einer Landkapelle beigewohnt habe. Ich ritt zu Pferd bis zum Fuß eines Hügels. Ich stieg ab und nach nur einigen Schritten wurde ich aufmerksam auf die kniende Gestalt eines Mannes.

Nach und nach wurden andere Männer sichtbar, alle in derselben Körperhaltung. Je mehr ich den Hügel hinaufstieg, desto größer wurde die Zahl jener knienden Bauern. Endlich oben auf dem Hügel sah ich ein Gebäude in Kreuzesform, das notdürftig aus Stein gebaut war, jedoch ohne Mörtel und nur mit Stroh bedeckt.

Rund um die Kapelle war eine kniende Menge von robusten Männern, die alle barhäuptig waren, ungeachtet des strömenden Regens und der Schlamm war unter ihren Füßen. Ein tiefes Schweigen herrschte ringsherum. Es war die katholische Kapelle von Blamey und der Priester feierte gerade die Messe.

Ich kam im Augenblick der Wandlung an, als die Hostie erhoben wurde, und jene ganze fromme Versammlung war mit ihrem Gesicht bis zum Boden verneigt. Ich strengte mich an, unter das Dach der Kapelle zu gelangen, die voll von anbetenden Menschen war. Es gab keine Stuhle, keinen Schmuck, nicht einmal einen gefliesten Boden. Der Boden war aus Erde, Stein und Feuchtigkeit, und das Dach war kaputt.

Als das heilige Opfer zu Ende war, stieg der Priester aufs Pferd und floh, denn er wurde verfolgt. Danach erhoben sich die Beter und gingen schweigend nach Hause. Viele blieben noch eine Weile im Gebet, kniend im Schlamm in jener schweigenden Umgebung, welche jene treuen und armen Menschen ausgewählt haben während der Zeit der Verfolgung’.