Mit der Bestie auf DU
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Christkinds little helper

In Karaganda, der einstigen geistigen Hauptstadt Kasachstans, die zugleich die Zentrale eines großen stalinistischen Gulags war, haben vor etwa 35 Jahren deutsche Katholiken das Wagnis auf sich genommen, ein neues Gotteshaus zu errichten.

Nach vielen Schikanen gaben die Behörden die Erlaubnis dazu, jedoch mit der Auflage, dass das Gebäude von außen niedrig sein muss, ebenerdig wie eine einfache Halle, ohne Turm und ohne Kreuz.

Die Gläubigen haben sich sofort an die Arbeit herangemacht und buchstäblich Tag und Nacht gearbeitet. Selbst alte Frauen und Kinder haben Stein, Zement und Sand in Eimern geschleppt.

Nach zwei Jahren wurde die Kirche fertig. Man hatte innen tiefer gegraben, um sie innen höher zu machen, denn die Behörden haben ja nicht verboten, in die Erde zu graben. Innen haben die Gläubigen die Kirche liebevoll bis in die kleinsten Details mit sakraler Schönheit ausgestattet.

In jener Zeit lebte dort der Geheimbischof, der Diener Gottes Alexander Chira. Die Gläubigen wussten nicht, dass er ein Bischof war, alle nannten ihn Pater Alexander. Nur der Papst, der KGB und einige wenige Eingeweihten wussten, dass er ein Bischof war.

Als der Tag der Einweihung immer näher kam, fragten die Gläubigen: „Pater Alexander, wir haben keinen Bischof, wer wird uns die Kirche konsekrieren?“. Er antwortete: „Gott wird dafür schon sorgen“.

Als dann am Tag der Einweihung Pater Alexander mit Mitra und Hirtenstab einzog und die Gläubigen ihren Pater so zum ersten Mal sahen, haben alle geweint. Eine alte Frau, die damals dabei war, erzählte mir: „Bei jener Kirchweihe sind mehr Tränen geflossen, als Weihwasser gesprengt wurde!“.

Ja, das war wirklich ein Pfingsten, das war echte Reform der Kirche ohne viele Kommissionen und Diskussionsrunden!

Aus: Predigt S.E. des hwst. Herrn Weihbischof Dr. Athanasius Schneider am Pfingstsonntagabend in Maria Vesperbild