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Selbst schuld

Eine Erfolgsgeschichte: Der Ablass.

Der Besuch einer Pfarrkirche am 2. August oder dem darauffolgenden Sonntag ist – nach reumütiger Beichte – mit einem vollkommenen Ablass, dem sogenannten Portiuncola-Ablass, verbunden.

Ja, es gibt sie noch: die Ablässe. Das entsprechende Verzeichnis, der „offizielle Katalog“ der Ablässe erschien 1999 bereits in der vierten Auflage.

Der Ablass ist somit keineswegs mit dem II. Vatikanischen Konzil verschwunden, sondern von Papst Paul VI. neu und klar geordnet. Unabhängig von allen Missbräuchen und Übertreibungen, wird man im Ablass mit einem katholischen Heilsoptimismus konfrontiert, der die Barmherzigkeit Gottes eindrucksvoll zeigt.

Denn der Ablass, der zuerst an den Besuch des Portiunculakirchleins geknüpft war, wurde immer weiter ausgedehnt. Geografisch: von einer Kirche zu allen Franziskanerkirchen und schließlich zu allen Pfarrkirchen und damit auch für jeden Gläubigen leicht erreichbar.

Der heilige Franziskus hat die Kirche buchstäblich wiederaufgebaut, im Vertrauen auf die Gottesmutter und in der festen Hoffnung auf das ewige Seelenheil und die Wirkung des Sakramentenempfangs. Deshalb konnte er vom Papst auch den Ablass für seinen Wiederaufbau erbitten.

In der Lehre vom Ablass zeigt sich eindringlich der innere Zusammenhang der Glaubensgeheimnisse, wie ihn auch der Katechismus der katholischen Kirche lehrt.

Das Portiunculakirchlein von Assisi lässt somit die unermessliche Größe des „Kirchenschatzes“ der göttlichen Barmherzigkeit freudig erahnen. Dazu passt der Satz Jesu aus dem heutigen Tagesevangelium: „Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat“ (Joh 6,29). Jesus selbst ist das „Brot des Lebens“ – und ohne den würdigen Empfang dieses „Brotes“ gibt es keinen Ablass.

Aus: Predigt vom 10. Sonntag nach Pfingsten, 05. August 2012
Wilhelm Imkamp, Maria Vesperbild