Mit der Bestie auf DU
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Selbst schuld

Er kann es. Ich nicht. Texten. Seit Tagen sitze ich vor einem Artikel, versuche ihn ansprechend lesbar zusammenzufassen. „Wenn Du keinen Artikel schreiben kannst, dann mach eine Sprüchesammlung. Das ist besser als gar nichts zu berichten“, raunt mich der Heilige Franz von Sales an. Der konnte es auch. Predigen. Headline schreiben.

Christ & Welt, die Beilage der Zeit, hat einen Beitrag über Prälat Imkamp veröffentlicht. Ein brillantes Feuerwerk hochgeistiger Geistlichkeit.

Der Apostolische Protonotar über die Fröhlichkeit: „Es ist die Pflicht eines jeden katholischen Priesters, ja eines jeden Katholiken, fröhlich zu sein. Genießen ist urkatholisch. Wir sind erlöst. Aber selber was tun, das müssen wir auch!“

Zu dem verschnupften Journalisten: „Jetzt trinken Sie Whisky mit Heilkrautern. Der ist gut für Ihre arge Verkühlung, und zwar ein größeres Glas, nicht diese kleinen preußischen Reagenzgläser.“

Mitleid mit Priestern: „„Das Fegefeuer ist kein gemütlicher Ort. Wir sollen für die armen Seelen darin beten, auch für sündige Priester!“

Zu den über 1000 Votivtafeln: „Das hier ist alles eine einzige Symphonie des Dankes an die Gottesmutter. Sage keiner, die katholische Kirche sei leib- und frauenfeindlich. Maria ist der erste vollerlöste Mensch, die erste vollerlöste Frau der Heilsgeschichte! Marienverehrung und Katholizismus sind cool!“

Zu seinen Predigten: „Der Sound der Predigten darf von mir sein, aber der Content muss von oben kommen.“

Zu wiederverheirateten Geschiedenen: „Klare Kante! Keine liturgischen Experimente, keine Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene. Wenn ich das weiß, gebe ich einmal, um keinen Skandal zu machen, die Hostie, wenn ein solcher oder eine solche vor mir steht, sage aber nach der Messe zu ihm oder ihr: ‚Das war das letzte Mal’“

Zum Glaubensjahr: „Es wäre gut, ein Marianisches Jahr auszurufen. Aber nicht als gender-korrekte ‚Begleitung’, sondern für mehr Gebet und Ehrfurcht! Schleiertänze um den Altar, eucharistisches Kleingebäck mit Transzendenzgeschmack, ein ‚gut, dass wir mal darüber geredet haben’, das gibt es bei mir nicht.“

Zur möglichen Nachfolge als Regensburger Bischof: „Forget it! Das sind Albträume von Pastoralbürokraten. Ehrgeiz ist nichts für einen Priester, das macht opportunistisch … Sonst tu ich den Dienst da, wo man mich hinstellt. Hier, in diesem Job, ist doch Musik drin! Das tu ich gern!“

To be continued

Niedergeschrieben hat die Worte des Apostolischen Protonotars der anfangs verschnupfte, später hoffentlich kurierte Journalist Peter Meier-Bergfeld