Mit der Bestie auf DU
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Selbst schuld

Liebe Freiburgbärin,

mittlerweile sind wir im Südschwarzwald angekommen. Bei schönen Wetter werden wir heute Abend ein Open-Air Event veranstalten. Auf der Fahrt zur Location haben wir kurz in Sankt Märgen halt gemacht und uns das wunderbare Kloster angesehen.

Ich und das Kloster Sankt Märgen. Unten auf der Weide sollen wir auftreten. Da wo Bingobongo ist.

 

Unter dem Namen „Cella Sanctae Mariae“ im Jahr 1118 gegründet, war es ein Augustiner-Chorherrenstift. Der deutsche Name des Klosters hieß „Maria-Zell auf dem Schwarzwald“ aus dem das heutige Sankt Märgen wurde. Lothringer Chorherren brachten ein Gnadenbild nach St. Märgen, um das sich bald eine Wallfahrt entwickelte und das bis heute in der Wallfahrts- und Klosterkirche verehrt wird.

Die Geschichte des Klosters war bewegt und stürmisch. Allein fünfmal wurde das Kloster durch Brand zerstört und wieder neu aufgebaut. Die politische Lage immer brisant, aber Reformation und Säkularisation (1803) konnten dem Kloster nicht schaden, auch wenn während der Säkularisation viel Substanz verloren ging. So wurde im Januar 1806 der Grundbesitz vom badischen Staat eingezogen, die Gebäude des Klosters wurden zum Teil an die Bauern verkauft. Die Bibliothek ging teils nach Karlsruhe, teils in die Universitätsbibliothek Freiburg, ein kleiner Teil blieb als Pfarrbücherei in St. Märgen, wo er 1907 verbrannte.

Von 1995 bis zum vorigen Jahr lebten Pauliner, aufrechte Katholiken, im Kloster. Angebliche Unregelmäßigkeiten mit den Finanzen führten zu ihrem Auszug. Ob an den Vorwürfen an der sogenannten Finanzaffäre etwas dran ist, ist bis heute nicht geklärt.

Das blöde Bild hat natürlich Theo aufgenommen. Ganz nebenbei hat er das Handy kaputt gemacht. Ich besorge mir für Morgen ein richtig gutes Smartphone. Dann gibt es auch bessere Bilder, denn Theo lasse ich nicht mehr fotografieren. Unten auf der Weide werden wir auftreten … Wenn das Wetter gut bleibt. Das weiß man hier auf fast 1000 m Höhe nie so genau.

Liebe Grüße

Anni