Mit der Bestie auf DU
Hauptmenü
Lecker
Lecker!
Leckerer
Richtig lecker
Leckerstest
MHHM! Schweinekotelett! Am leckersten
Links

Selbst schuld

Auszug aus der Predigt S.E. des hwst. Herrn Weihbischof Dr. Athanasius Schneider am Pfingstsonntagabend in Maria Vesperbild, 27. Mai 2012

Je mehr wir vor Gott Kinder und auch Kinder Mariens werden in der Reinheit und Schlichtheit unseres katholischen Glaubens, desto mehr geschieht Erneuerung und Reform der Kirche, desto mehr ist Pfingsten. Je mehr Gremien, je mehr Sitzungen, je mehr Furcht und Minderwertigkeitskomplexe vor der öffentlichen Meinung, vor dem politisch Korrekten, desto weniger echte Reform der Kirche, desto weiter ist man vom wahren Pfingsten entfernt. …

Einer der größten eucharistischen Heiligen, der heilige Peter Julian Eymard, sagte einmal: „Warum tun die Menschen unserem eucharistischen Herrn Dinge an, die sie selber zutiefst beleidigen würden? Warum sind sie weniger empfindlich, wenn es um die Ehre des eucharistischen Herrn geht, als wenn es um deren eigene Ehre geht? Die großen Sünden gegen den Glauben kommen her vom Mangel der Ehrfurcht vor Jesus in der Eucharistie. In den Zeitaltern, die vom Glauben geprägt waren, dachten die Katholiken, dass sie nie genug tun könnten, um die Erhabenheit des eucharistischen Gottesdienstes zu erhöhen: davon zeugen die herrlichen Kirchen, die heiligen Gefäße und Gewänder, die Ehrfurchtshaltungen. Dies alles war ein Werk des Glaubens. Die Ehre, die man Jesus in der Eucharistie entgegenbringt, ist das Mass, an dem der Glaube gemessen wird und der Ausdruck der Tugend. Lasst uns deshalb größtmögliche Ehrbezeigungen Jesus in der Eucharistie entgegenbringen. Er ist dessen würdig. Er hat ein Recht darauf!“ (vgl. The real presence, New York l938, 144).

Was für ein Glaubenszeugnis wäre es, wenn bei den heiligen Messen auf dem ganzen Erdenrund immer mehr unverkennbar deutliche Zeichen der Anbetung, der Stille, der Heiligkeit des Gesanges wären, wenn Priester und Volk gemeinsam auf Christus blicken würden, innerlich und auch äußerlich! Wenn die Gläubigen den Leib Christi selbstverständlich im Stand der heilig machenden Gnade, gebeichtet, im anbetenden Knien und in der Demut eines Kindes direkt in den Mund empfangen würden! Das wären lautlose aber mächtige Zeichen einer echten Erneuerung der Kirche! Und wenn dann ein gottsuchender Mensch so einem ehrfürchtigen Gottesdienst beiwohnen würde, dann würde er – die Worte des heiligen Paulus gebrauchend – „auf sein Angesicht fallen, Gott anbeten und sagen: wahrlich unter euch ist Gott!“ (l Kor. 14, 24-25). Das wären echte Auswirkungen von Pfingsten, welches die heiligen Päpste unserer Zeit angefangen vom heiligen Pius X. bis zum seligen Papst Johannes Paul II. und das Zweite Vatikanische Konzil ersehnt hatten. Wahre Katholiken sind wahre Marienkinder, sind Liebhaber und Anbeter des eucharistischen Herrn. Jeder einzelne von uns, auch wenn er noch so unscheinbar ist, der sich bemüht die Gottesmutter Maria gläubig und innig zu verehren und den eucharistischen Heiland mit tiefster Ehrfurcht zu verehren und zu empfangen, ist ein pfingstlicher Mensch und trägt sehr mächtig zur wahren Erneuerung der Kirche bei.

Komm Heiliger Geist und durch die Fürsprache Mariens, erfülle immer mehr die Herzen der Bischöfe, der Priester, die Herzen aller Gläubigen und erneuere das Angesicht Deiner Kirche. Maria mit dem Kinde lieb, uns allen Deinen Segen gib! Amen.