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Rosenkranzkönigin

Gott ist unabhängig von dem, was der Mensch will, immer schon da

S.E. der hwst. Herr Weihbischof Dr. Athanasius Schneider hat am Pfingstsonntagabend in Maria Vesperbild in seiner Predigt glasklar herausgearbeitet, was der Gesundung der Kirche hilft: Der würdige Empfang der Heiligen Kommunion im knien.

„Es ist heute mehr als offensichtlich, dass die Kirche eine große Krise erlebt, und diese Krise zeigt sich am greifbarsten, in der Krise des Gottesverehrung. der Liturgie, und noch konkreter in der Krise des eucharistischen Lebens. Diese Krise zeigt sich vor allem an einigen Wunden am Leib der Kirche von heute. Eine große Wunde ist die heule weitverbreitete Art des Kommunionsempfangs. wo der anbetungswürdige Leib Christi, in dem die ganze Majestät der Gottheit in der so kleinen und zarten Hostie gegenwärtig ist, ohne erkennbar sakralen Anbetungsgesten empfangen wird. So eine äußere Form des Kommunionempfangs hinterlässt den Eindruck, als ob man hier eine gewöhnliche Speise behandelt. Eine gewöhnliche Speise nimmt man nicht kniend zu sieh und ferner lässt man sie sich nicht in den Mund legen, außer bei Kleinkindern, sondern man führt sie sich selber in den Mund.
Die Engel im Himmel knien vor Jesus, dem Lamm, die Apostel sind vor dem Leib Christi auf die Knie gegangen. Die großen Propheten haben die Gaben Gottes bildhaft direkt in den Mund empfangen, eben wie es die kleinen Kinder gegenüber ihren Ernährern tun, und wie es Jesus es verlangt, dass man das Reich Gottes in der Haltung der Kinder empfangen soll“

Tabernakelfrömmigkeit

Die Krise der Gottverehrung, der mangelnde Respekt und die fehlende Demut vor Gott sind als wesentliche Ursachen der Kirchenkrise schon vor 20 Jahren vom Apostolischen Protonotar Imkamp thematisiert worden. Knien vor der Gegenwart Gottes.

In einer Fastenpredigt, gehalten in St. Peter, München, attestierte er dem postmodernen Menschen fehlendes Feingefühl im Umgang mit Gott. Einfach daran festgemacht, dass der Mensch es nicht mehr für notwendig hält vor Gott zu knien.

„Wie sieht es heute mit der Kniebeuge aus?“, frage er, „wie viele machen noch die Kniebeuge, wenn sie ihren Platz in der Kirche aufsuchen oder verlassen? Wie viele knien, wenn bei der Fronleichnamsprozession das Allerheiligste vorbeigetragen wird?

Kniebeuge, ist das nicht auch wieder ein Ritus, den unsere Zeit gar nicht mehr versteht? Geht es nicht auch hier wieder um einen magischen Rest von Religion, den wir heute nicht mehr brauchen? Gilt heute nicht vielmehr: wir brechen alle die Brötchen und glauben fest an den großen Bruder Jesus, und da ist Händchenhalten angesagt und keine Kniebeuge.

Allerheiligstes Altarsakrament/ die wirkliche Gegenwart unseres Herrn Jesus Christus im Tabernakel, das Gebet davor, kurz all das, was man leicht abschätzig mit ‚Tabernakelfrömmigkeit’ bezeichnet, ist das nicht auch wieder ein typischer Entsorgungsfall für die moderne Theologie? Und ist nicht der Fortschritt längst mit diesem ‚magischen Rest’ von Religion fertig geworden? Auch hier gilt dann wieder der Satz des Peterpfarrers aus dem vorigen Jahrhundert: ‚Den Fortschritt soll der Teufel holen!’

Gefühlsduselige Glaubensreduzierung

Im Dogma von der wirklichen Gegenwart unseres Herrn Jesus Christus im Allerheiligsten Sakrament des Altares leuchtet die Objektivität unseres Glaubens auf. Heute wird der Glaube ja gerne als etwas Beliebiges gesehen, etwas, was man so oder so halten kann. Die Reduzierung des Glaubens auf ein vages Gefühl gehört sicherlich zu den entscheidenden Tendenzen unserer Zeit. Inhalte des Glaubens werden so zu Beliebigkeiten der psychischen Befindlichkeit des Glaubenden, als ob erst das glaubende Subjekt die Glaubensinhalte schafft – nach Bedürfnis und Laune. Das Dogma von der wirklichen Gegenwart lehrt etwas anderes. Gott ist keine zwischenmenschliche Größe, und Gott ist auch in seiner unüberbietbaren Nähe zu uns nicht von uns und unseren Gefühlszuständen abhängig.

Die heilige Kommunion, das Sakrament des Altares, dient zur Speise. Diese Speise wird aufbewahrt, wird bereitgehalten, aber diese Speise wird nicht erst zur Speise dadurch, dass sie verzehrt wird. Eine Apfelsine z.B. wird ja auch nicht dadurch, dass ich sie aufesse, zur Apfelsine, sondern sie ist vorher Apfelsine, und sie ist es unabhängig von meinem Hunger und meinem Wunsch nach einer Apfelsine. Es geht um die objektive Realität der Gegenwart Gottes im Sakrament. Nicht erst durch mein Wollen, nicht erst durch meine Sehnsucht wird Gott gegenwärtig, sondern Gott ist unabhängig von dem, was der Mensch will, immer schon da. Die Dogmen unseres Glaubens sind wahr, unabhängig von der subjektiven Gefühlsbefindlichkeit des Menschen.

Die wirkliche Gegenwart unseres Herrn Jesus Christus im Altarsakrament bedeutet vor allen Dingen die wirkliche Gegenwart Gottes für die Menschen in Christus Jesus durch das Sakrament.

Wenn wir durch die Stadt gehen und an einer Kirche vorbeikommen, wir sollten uns wenigstens bekreuzigen, denn wir gehen an Gottes Haus vorbei. Und noch schöner wäre es, wenn wir eben hineingingen, eine Kniebeuge machten, ein Kreuzzeichen, um unseren Nachbarn zu grüßen. Gott ist in Jesus Christus durch das Allerheiligste Sakrament des Altares auf sakramentale Weise wirklich unser Nachbar.

Nähe Gottes bedeutet: Gott ist für uns da. Wie oft haben Sie schon auf Termine warten müssen, bei Ämtern, bei Ärzten und vielleicht auch bei Priestern? Gott im Tabernakel aber hat immer einen Termin frei. Denn vor dem Tabernakel gibt es keine Ränge, Reservationen und Wartezeiten, hier haben Sie freien Zutritt, der Chef aller Chefs ist immer für Sie da. Gott vergibt keine Termine, Gott steht immer zur Verfügung. Auch das ist die Botschaft des Tabernakels.

Nicht die Sozialingenieure und Zuwachsratenfetischisten, sondern die Beter retten die Welt

So bezeugt die Gegenwart Gottes im Allerheiligsten Sakrament des Altares die objektive Realität der Glaubensinhalte unserer Religion und darüber hinaus in besonderer Weise die Verfügbarkeit Gottes. Die Realität Jesu Christi, die Verfügbarkeit bedeutet, verlangt von uns Glaube und Ehrfurcht. Nichts Traurigeres als ein Tabernakel, vor dem nicht mehr gebetet wird; ein Tabernakel, der gefüllt ist, in einer leeren Kirche! Oder ein Tabernakel, der ehrfurchts- und gedankenlos übersehen wird. Ehrfurchtsloses, gedankenloses, unüberlegtes Schlendern durch unsere Kirchen, durch die Wohnung Gottes und dabei den Wohnungsinhaber übersehend. Wie oft kommt so etwas vor! Wie häufig degenerieren unsere Kirchen zu Museen und Konzertsälen, wo man den Wohnungsinhaber für die Dauer der Show aussperrt!

Die modernen Armeen kennen das Kommando ‚aufs Knie’ nicht mehr, aber wir sollten dieses Kommando wieder in unser Leben lassen. Wir sollten uns selbst zurufen: ‚Aufs Knie’; das ist nämlich die Haltung, in der die Welt gerettet wird. Die Beter vor dem Tabernakel, sie retten die Welt. Nicht die Sozialingenieure und Zuwachsratenfetischisten, sondern die Beter. Die Beter, die ihre Kraft empfangen durch das Heil aus dem Tabernakel. Und ich wünsche Ihnen allen, dass in Ihrem Gewissen der Ruferschallt: ‚Aufs Knie!’. Amen.