Mit der Bestie auf DU
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Rosenkranzkönigin

Je mehr wir vor Gott Kinder und auch Kinder Mariens werden in der Reinheit und Schlichtheit unseres katholischen Glaubens, desto mehr geschieht Erneuerung und Reform der Kirche, desto mehr ist Pfingsten. Je mehr Gremien, je mehr Sitzungen, je mehr Furcht   und Minderwertigkeitskomplexe vor der öffentlichen Meinung, vor dem politisch Korrekten, desto weniger echte Reform der Kirche, desto weiter ist man vom wahren Pfingsten entfernt.

Erlauben Sie, Ihnen einige Beispiele pfingstlichen kirchlichen Lebens zu schildern, und zwar aus Zeiten und Orten, in denen Katholiken verfolgt wurden, so z. B. in der Sowjetunion.

In Karaganda, der einstigen geistigen Hauptstadt Kasachstans, die zugleich die Zentrale eines großen stalinistischen Gulags war, haben vor etwa 35 Jahren deutsche Katholiken das Wagnis auf sich genommen, ein neues Gotteshaus zu errichten. Nach vielen Schikanen gaben die Behörden die Erlaubnis dazu, jedoch mit der Auflage, dass das Gebäude von außen niedrig sein muss, ebenerdig wie eine einfache Halle, ohne Turm und ohne Kreuz. Die Gläubigen haben sich sofort an die Arbeit herangemacht und buchstäblich Tag und Nacht gearbeitet. Selbst alte Frauen und Kinder haben Stein, Zement und Sand in Eimern geschleppt.

Nach zwei Jahren wurde die Kirche fertig. Man hatte innen tiefer gegraben, um sie innen höher zu machen, denn die Behörden haben ja nicht verboten, in die Erde zu graben. Innen haben die Gläubigen die Kirche liebevoll bis in die kleinsten Details mit sakraler Schönheit ausgestattet. In jener Zeit lebte dort der Geheimbischof, der Diener Gottes Alexander Chira. Die Gläubigen wussten nicht, dass er ein Bischof war, alle nannten ihn Pater Alexander. Nur der Papst, der KGB und einige wenige Eingeweihten wussten, dass er ein Bischof war.

Als der Tag der Einweihung immer näher kam, fragten die Gläubigen: „Pater Alexander, wir haben keinen Bischof, wer wird uns die Kirche konsekrieren?“. Er antwortete: „Gott wird dafür schon sorgen“. Als dann am Tag der Einweihung Pater Alexander mit Mitra und Hirtenstab einzog und die Gläubigen ihren Pater so zum ersten Mal sahen, haben alle geweint. Eine alte Frau, die damals dabei war, erzählte mir: „Bei jener Kirchweihe sind mehr Tränen geflossen, als Weihwasser gesprengt wurde!“. Ja, das war wirklich ein Pfingsten, das war echte Reform der Kirche ohne viele Kommissionen und Diskussionsrunden!

Ein anderes Beispiel stammt aus der Geschichte der irischen Katholiken, die durch ihre Glaubenstreue berühmt wurden und bei denen heuer der Eucharistische Weltkongress stattfinden wird. Der bekannte französische Schriftsteller, Graf Charles de Montalembert, war im Jahre 1830 Augenzeuge folgender Begebenheit in Irland, welche er auch schriftlich in folgenden Worten festgehalten hat:

„Ich kann nie jene erste Messe vergessen, der ich in einer Landkapelle beigewohnt habe. Ich ritt zu Pferd bis zum Fuß eines Hügels. Ich stieg ab und nach nur einigen Schritten wurde ich aufmerksam auf die kniende Gestalt eines Mannes. Nach und nach wurden andere Männer sichtbar, alle in derselben Körperhaltung. Je mehr ich den Hügel hinaufstieg, desto größer wurde die Zahl jener knienden Bauern. Endlich oben auf dem Hügel sah ich ein Gebäude in Kreuzesform, das notdürftig aus Stein gebaut war, jedoch ohne Mörtel und nur mit Stroh bedeckt. Rund um die Kapelle war eine kniende Menge von robusten Männern, die alle barhäuptig waren, ungeachtet des strömenden Regens und der Schlamm war unter ihren Füßen. Ein tiefes Schweigen herrschte ringsherum.

Es war die katholische Kapelle von Blamey und der Priester feierte gerade die Messe. Ich kam im Augenblick der Wandlung an, als die Hostie erhoben wurde, und jene ganze fromme Versammlung war mit ihrem Gesicht bis zum Boden verneigt. Ich strengte mich an, unter das Dach der Kapelle zu gelangen, die voll von anbetenden Menschen war. Es gab keine Stühle, keinen Schmuck, nicht einmal einen gefliesten Boden. Der Boden war aus Erde, Stein und Feuchtigkeit, und das Dach war kaputt.

Als das heilige Opfer zu Ende war, stieg der Priester aufs Pferd und floh, denn er wurde verfolgt. Danach erhoben sich die Beter und gingen schweigend nach Hause. Viele blieben noch eine Weile im Gebet, kniend im Schlamm in jener schweigenden Umgebung, welche jene treuen und armen Menschen ausgewählt haben während der Zeit der Verfolgung“. Was für ein Beispiel des Glaubens, der Liebe und der Verehrung zu Jesus im heiligsten Altarsakrament! So ein Beispiel war wiederum ein kleines Pfingsten in der Kirche und eine mächtige Kraft für eine wahre Reform der Kirche.

Wahres Pfingsten und wahre Reform in der Kirche setzt nicht nur eine echte und kindliche Marienverehrung voraus, sondern vor allem auch eine tiefe Verehrung der heiligsten Eucharistie. Maria, die Unbefleckte und die heilige Menschheit Jesu Christi, d. h. Sein Leib und Seine Seele, sind die Meisterwerke des Heiligen Geistes. Der heilige Ludwig Maria Grignion de Monfort sagte sinngemäß: Gott hätte einen schöneren Himmel und eine schönere Erde erschaffen können, aber nicht eine schönere Mutter, nicht einen schöneren Leib Christi. Deswegen haben alle Generationen der Katholiken vom Heiligen Geist erleuchtet so gesungen; „Schönster Herr Jesus“ und „Ganz schön bist Du, Maria!“