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Rosenkranzkönigin

Pfingstsonntag wird Bischof Dr. Athanasius Schneider aus Kasachstan um 19 Uhr das Pontifikalamt in der Wallfahrtskirche Maria Vesperbild zelebrieren. Anschließend zieht er in der traditionellen Lichterprozession mit den Gläubigen über den Schlossberg zur Mariengrotte.

Wie in den Jahren zuvor weilt damit ein hochrangiger geistlicher Würdenträger zu Pfingsten in Maria Vesperbild. Höchste Zeit  Bischof Athanasius Schneider von Karaganda (Kasachstan) ausführlich in Wort und Bild vorzustellen, seine Verbindung zu Deutschland und besonders zu Maria Vesperbild zu beleuchten:

Antonius Schneider wurde als jüngstes von vier Kindern in eine schwarzmeerdeutschen Familie geboren. Die Eltern wurden nach dem 2. Weltkrieg als Internierte von Berlin in den Ural verschleppt.

1969 zog die Familie nach Estland in die Stadt Walga. Dort besuchte er fünf Jahre die russiche Schule. Im Oktober 1973 konnte die Familie ausreisen und ließ sich in der schwäbischen Kreisstadt Rottweil nieder. 1982 erlangte das Abitur am Gymnasium in Rottweil.

Im selben Jahr trat er in den Orden der Regularkanoniker vom Heiligen Kreuz (Kreuzorden) auf Burg St. Petersberg bei Silz in Tirol ein und nahm den Ordensnamen Athanasius an.

Von 1984 bis 1990 studierte er Philosophie und Theologie an der ordenseigenen Hochschule im brasilianischen Anápolis.

Das Sakrament der Priesterweihe empfing er am 25. März 1990 durch den Bischof von Anápolis, Dom Manuel Pestana Filho. P. Athanasius Schneider studierte von 1991 bis 1993 Patristik in Rom, erwarb 1993 das Lizenziat an der Dominikaner-Universität Angelicum und gab danach Vorlesungen an der ordenseigenen Hochschule in Anápolis/Brasilien über die Kirchenväter.

Den Doktortitel erwarb er 1997 durch seine Dissertation am Augustinianum in Rom bei den Professoren Prosper Grech und Vittorino Grossi über den Hirten des Hermas.
Von 1993 bis 2001 war er in der Ordensleitung in Rom als Generalrat tätig. Seit 1999 gab er theologische Gastvorlesungen am Priesterseminar im kasachischen Karaganda, wohin er 2001 übersiedelte und zum Spiritual und Direktor der Studien wurde.

Im Oktober 2005 nahm er an der Bischofssynode in Rom über die Eucharistie teil und sprach über seine eucharistischen Erfahrungen im ehemaligen Kommunismus. Er beherrscht neben seiner Muttersprache Deutsch auch Italienisch, Englisch, Russisch, Lateinisch, Griechisch und Portugiesisch.

Am 8. April 2006 wurde Athanasius Schneider von Papst Benedikt XVI. zum Titularbischof von Celerina und zum Weihbischof für das Bistum Karaganda ernannt.
Die Bischofsweihe empfing er am 2. Juni 2006 durch Kardinalstaatssekretär Angelo Kardinal Sodano.

Seine Bischofsprimiz feierte er am 30. Juli 2006 in der Heimatgemeinde St. Pelagius in der Rottweiler Altstadt. Seine Mitra mit Kreuz, Lamm und M für Maria hat ihm seine leibliche Schwester Erika angefertigt, die mit dem Namen Sr. Maria Therese als Ordensfrau im Klarissenkloster Maria Vesperbild bei Augsburg lebt und liturgische Kleidung herstellt.

In seinem liturgischen Buch Dominus est kritisiert er die gegenwärtige Handhabung der Handkommunion in der katholischen Kirche und plädiert für eine Wiederbelebung der Mundkommunion im Knien. Er war Gast beim internationalen Kongress Treffpunkt Weltkirche 2008 des Hilfswerks Kirche in Not.

Bischof Schneider feiert regelmäßig Pontifikalämter in der außerordentlichen Form des römischen Ritus, etwa 2010 und 2011 zum Fest Mariä Namen in der Wiener Karlskirche oder bei verschiedenen Anlässen in Rom.

Bischof Athanasius Schneider von Karaganda (Kasachstan), spricht über die Verbreitung seines Buches „Dominus Est. Gedanken über die Heilige Kommunion“ und den Bau des Karagandaer Doms, der Unserer Lieben Frau von Fatima gewidmet wird.