Mit der Bestie auf DU
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Rosenkranzkönigin

Erforderlich für die Gewinnung eines vollkommenen Ablasses sind neben dem jeweiligen Werk oder Ablassgebet:

1. Empfang des Bußsakraments (bis zu 20 Tage vor oder nach dem Ablasswerk); entschlossene Abkehr von jeder Sünde

2. Empfang der heiligen Eucharistie

3. Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters. Dies kann ein „Vater unser“ und „Gegrüßet seist Du, Maria“ oder ein Gebet nach freier Wahl sein.

Aus: Wallfahrtskalender 2012, Maria Vesperbild

Apropos Ablass:

Heute wird geschichtsvergessen behauptet, Luther habe bewirkt, dass die Kirche den Ablasshandel 40 Jahre nach Anschlag der Thesen aufgegeben habe. Das ist hanebüchener Quatsch. Das Dekret „Cum postquam“ an Cajetan de Vio, den Legaten des Papstes Leo X. vom 9. November 1518 hat den Ablasshandel auf strengste und unter Androhung höchster Strafen untersagt.

Das Rumpelstilzchen aus Wittenberg hatte nichts mit dem Ende des Ablasshandels zu schaffen.

Das Dekret:

.. damit künftig keiner mehr Unkenntnis der Lehre der Römischen Kirche in bezug auf solche Ablässe und ihre Wirksamkeit geltend machen oder sich unter dem Vorwand einer solchen Unkenntnis entschuldigen oder sich durch eine erdichtete Erklärung helfen [kann], sondern damit sie wegen offenkundiger Lüge als strafbar überführt und zu recht verurteilt werden können, meinten Wir, Dir durch das vorliegende [Schreiben] kundtun zu sollen, daß die Römische Kirche, der als Mutter zu folgen die übrigen [Kirchen] gehalten sind, [folgendes] überliefert hat:

Der Römische Bischof, der Nachfolger des Schlüsselträgers Petrus und Stellvertreter Jesu Christi auf Erden, kann kraft der Vollmacht der Schlüssel, die dazu dienen, das Himmelreich aufzuschließen, indem sie seine Hindernisse in den Christgläubigen beseitigen (nämlich die Schuld und die für die aktuellen Sünden geschuldete Strafe, und zwar die Schuld mittels des Sakramentes der Buße, die für die aktuellen Sünden gemäß der göttlichen Gerechtigkeit geschuldete zeitliche Strafe aber mittels des kirchlichen Ablasses), aus vernünftigen Gründen ebendiesen Christgläubigen, die durch das Band der Liebe Glieder Christi sind – ob sie nun in diesem Leben seien oder am Reinigungsort [Fegefeuer]-, aus dem Überfluß der Verdienste Christi und der Heiligen Ablässe gewähren;

und indem er kraft Apostolischer Autorität sowohl für Lebende wie für Verstorbene einen Ablaß gewährt, pflegt er den Schatz der Verdienste Jesu Christi und der Heiligen auszuteilen und auf die Weise der Lossprechung den Ablaß selbst zu gewähren oder auf die Weise der Fürbitte ihn zu übertragen.

Und deswegen werden alle, sowohl Lebende wie Verstorbene, die wahrhaft alle diese Ablässe erlangt haben, von einem solch großen Maß der zeitlichen Strafe, wie sie sie gemäß der göttlichen Gerechtigkeit für ihre aktuellen Sünden schulden, befreit, wie es dem gewährten und erworbenen Ablaß entspricht.

Und Wir entscheiden kraft Apostolischer Autorität aufgrund ebendieses vorliegenden [Schreibens], daß es so unter Tatstrafe der Exkommunikation … von allen festgehalten und verkündet werden muß.

Quelle