Mit der Bestie auf DU
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Frische Martinsgänse sind dieses Jahr schwer zu bekommen

Längst vergangene Erinnerungen werden wachSo saßen sie also ratlos und wussten mit der veränderten Situation nichts anzufangen.

Knuddel klopfte mit der Hand rat- und taktlos eine unbekannte Melodie. Er wäre ein kreativer Schönberg-Urenkel geworden, hätte er nicht die Verbrecherlaufbahn eingeschlagen. Aber das hat halt nicht sollen sein.

„Was denn jetzt?“, muckte Hugo auf, „sollen wir rüber gehen und Kaffee und Kuchen mitnehmen?“

„Also am Anfang war es seltsam“, sagte Bingobongo mehr zu sich als zu den anderen, „ich hatte ein harmloses Gedicht gedichtet und Julchen ging mir an die Gurgel. Völlig bekloppt.“

„So harmlos war Dein Gedicht aber auch nicht“, mischte sich Theo ein, „wie ging das noch mal? ‚Ich geh’ so gerne schlafen, und fress’ so gerne Schafen!’ Also Muskelmännchen, das ist schon starker Tobak. Besonders wenn die sensible Künstlerin direkt dabei ist.“ Theo nickte wissend mit dem Kopf. „Anstatt sich bei Julchen zu entschuldigen noch ein dummes Gedicht drauf zu setzen, macht die Sache viel schlimmer. Ich kann Julchen nur zu gut verstehen.“

„Halt’s Maul, Affenhirn“, fuhr Bingobongo Theo an, „das ist Lyrik, davon verstehst Du nichts. Das ist … Auf jeden Fall hat Julchen kein Recht gehabt, Jenny und mich über Jahre hinaus zu diffamieren.“

„Immer mit der Ruhe“, mischte sich nun Knuddel ein, der zu Recht befürchtete, dass eine große Keilerei zwischen Theo und Bingobongo in der Luft lag. Es wäre nicht die Erste.

„Betrachten wir es doch wohlwollend“, fuhr er fort, „ein jahrelanger Zwist zwischen Jenny und Julchen ist vorbei. Das ist vielleicht gut, löst aber unser Problem nicht: Die Sportschau fällt aus, es bleibt die Frage, was wir jetzt machen.“

Mit dieser kurzen Feststellung hatte Knuddel den Nagel auf den Kopf getroffen. Ein Beweis mehr, dass er nicht ohne Grund der Anführer der gefährlichen Elchgang war.