Mit der Bestie auf DU
Hauptmenü
Lecker
Lecker!
Leckerer
Richtig lecker
Leckerstest
MHHM! Schweinekotelett! Am leckersten
Links

Frische Martinsgänse sind dieses Jahr schwer zu bekommen

Anni Freiburgbärin von HuflattichNein, nein. Ich meine nicht, dass mir der Erzählstoff beim Theofrosch ausgegangen ist. Ich meine die große Schlacht, die zur Zeit mal wieder in den Medien aufgeführt wird. Motto der Drescherei ist wie immer: Wie können wir am Besten die Kirche in den Schmutz ziehen und nebenbei auch noch den Papst stürzen.

Das Szenario ist wie immer äußerst einfach gestrickt. Im vorigen Jahr war es zum Beispiel ein Gnadenakt des Papstes, der den Werwölfen und Höllenhunden in den Medien Anlass gab auf alles was katholisch heißt, ganz besonders den Papst, einzudreschen. Nachdem der Mob sich ausgetobt hatte, war erst einmal Ruhe. Auch das wüsteste Aufkochen von Nichts produziert am Ende wiederum Nichts.

Heuer ist’s mal wieder soweit. Ganz ohne Grundlage wird ein an den Haaren herbeigezogenes Faktum geschaffen und breitgetreten bis zum na, wie heißt das, wenn bei Mensch und Tier aus der Öffnung wieder das Essen herauskommt, in die das Essen hingekommen ist? Keine Ahnung.

Irgendwer hat in jedem Fall einem wöchentlich erscheinendem Revolverblatt gesteckt, in der Kirche gäbe es wohl ziemlich viel Missbrauch von Kindern. Das Revolverblatt hat das natürlich zum Anlass genommen, einen widerwärtigen Hetzartikel zu schreiben, der ziemlich haltlos, aber doch sehr reißerisch war. Das widerwärtige Titelbild tat ein übriges dazu.

Nach der Veröffentlichung haben sofort die schon oben erwähnten Höllenhunde Blut geleckt und sich des Themas angenommen. Jeder wollte natürlich mit einer noch größeren Sensation als besagtes montägliches Revolverblatt glänzen und so wurde dann eine Enthüllung nach der nächsten präsentiert. Dass dabei die Wahrheit und die journalistische auf der Strecke blieb, na ja, Hauptsache die Auflage steigt.
So forderte eine renommierte Zeitung doch allen ernstes Aufklärung von Seiten der Kirche für Missbrauch an der Odenwaldschule – eine Schule der sogenannten Reformpädagogik, doch dazu gleich mehr.

Festzuhalten ist: Die im Revolverblatt genannten knapp hundert Missbrauchsfälle seit 1994 sind knapp hundert zu viel. Das hätte nie geschehen dürfen. Den knapp hundert Fällen stehen im gleichen Zeitraum 240000 Fälle von Missbrauch in anderen Institutionen – und ganz besonders häufig – der Familie bzw. Verwandtschaft gegenüber, aber das ist offensichtlich keiner großen Nachricht wert, denn hierüber zu berichten beschädigt ja nicht die Kirche oder den Papst.

Seit spätestens 2001 gibt es Richtlinien in der Kirche, die festlegen, wie mit Tätern – unter Berücksichtigung der Interessen der Opfer – zu verfahren ist. Über die Einhaltung wird strengstens gewacht und so wird ein Täter in der Regel der kirchlichen und der weltlichen Gerichtsbarkeit überantwortet und seiner Schuld entsprechend verurteilt. Die kirchliche Strafe ist in jedem Fall strenger als die weltliche und – im Gegensatz zur weltlichen – verjährt die Verfehlung nicht.

So! Dieses Faktum sollte auch der Justizministerin bekannt sein. Sie behauptet wider besseren Wissens, die Kirche vertusche. Obwohl ihr in den letzten Wochen mehrfach das Gegenteil bewiesen wurde, bleibt die Frau mit dem zungenbrecherischen Doppelnamen bei ihrer Unterstellung und fordert einen runden Tisch mit der katholischen Kirche und sonst niemand … was ein wenig putzig ist, denn der runde Tisch kann gar nichts bewirken. Das hat mir zumindest mein runder Tisch mitgeteilt.

Frau Doppelname ist nicht nur Justizministerin, nein, sie gehört auch einem Verein an, der sich zum Ziel gesetzt hat humanistisch zu sein. Die humanistische Union hat sich auf den Fahnen geschrieben, Gesetze – insbesondere Strafgesetze bei Sexualdelikten – abzuschaffen. Die Begründung ist abenteuerlich.

Jetzt ist es an der Zeit, sich wieder an oben erwähnte Odenwaldschule zu erinnern. Kein Wort von Frau Justizministerin zu den erschütternden Skandalen an dieser Schule. Kein Wort dazu, dass der ehemalige Direktor höchst selbst zu den Tätern gehört – er ist auch nur von Schülern verführt worden, wie er einer Boulevardzeitung versicherte. Ja und der Direktor selbst ist mit einem sogenannten Pädagogen liiert und, man ahnt es schon, dieser Freund ist wie Frau Justizminister im Beirat der Humanistischen Union. Aber das ist natürlich bedeutungslos, wie schon gesagt, der liebe Herr Direktor ist ja von Schülern verführt worden.

Weil aber der Bischof von Regensburg angeblich behauptet hat (in einer italienischen Zeitung) die HU stehe im Zusammenhang mit den Pädophilen, erwartet jetzt die Humanistische Union eine Entschuldigung vom Bischoff. Wofür eigentlich? Für ein nicht gegebenes Interview? Oder gar dafür das googeln nach den Begriffen „Humanistische Union Pädophilie“ über dreitausend Treffer liefert.

Wie dem auch sei, es ist eine Schmierenkomödie, die von Frau Justizministerin aufgeführt wird, die offensichtlich die Kirche schwächen und von den Kalamitäten ihrer Gesinnungsverwandten ablenken soll.

Damit aber nicht genug. An den Missbräuchen ist – außer dem Papst, den Bischöfen, der Kirche allgemein – besonders einer schuldig: Der Zölibat! Der verdirbt die Menschen! Das ist nachgewiesen! Die einzige Frage, die sich stellt, lautet: WO? Ganz einfach, nirgendwo!

Jeder Priester hat aus freien Stücken und in der Gewissheit seine Aufgabe als Priester bestens auszuüben, den Zölibat abgelegt. Niemand ist dazu gezwungen worden, jeder hätte die Weihen ablehnen können. Wissenschaftliche Untersuchungen weisen nach, das ein Zusammenhang mit Zölibat und Pädophilie an den Haaren herbei gezogen ist.

Trotzdem behauptet keck ein glückloser zdk Vorsitzender, der Zölibat müsse überdacht werden. Am Wochenende hat der Papst noch einmal darauf hingewiesen, dass der Zölibat unumstößliches Merkmal und wesenhaft zum Priester gehört.

In meiner Zeit vor dem Urknall (der war längst nicht so spektakulär, wie es heute von einschlägigen Wissenschaftlern dargestellt wird) habe ich ein Gespräch mitbekommen, in dem ein ziemlich mieser Zeitgenosse sagte: „Non serviam!“ Heute habe ich dann lesen dürfen, dass ein seltsamer Weihbischof aus dem hohen Norden gleiches sagte: „Wir müssen über eine Lockerung des Zölibates reden!“ Als ob es keine Aussage dazu aus Rom gegeben habe.

So! Natürlich haben auch die sogenannten Reformkräfte sich zu Wort gemeldet: „Der Papst muss sich entschuldigen!“ Wofür eigentlich? Ach ja, weil zu seiner Zeit als Bischof im München ein Gremium entschieden habe, einen Priester, der in München eine Therapie machte, wieder als Priester arbeiten zu lassen. Ja, diese Reformkräfte.

Im vorigen Sommer habe ich mit Jenny – wir wollten eine Betriebsbesichtigung machen – eine von wsk und zdk und  kvu  und wie die Reformkräfte noch so heißen, reformierte Kirche besucht. Beeindruckend.

Eine basisreformierte Kirche

Vergelt’s Gott

JennyAnni, Du wolltest doch keine vulgären Ausdrücke benutzen!
Jennywas ist das denn?