Mit der Bestie auf DU
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Rosenkranzkönigin

Ausflug im Vorfrühling Das ist natürlich dumm: Erst wollte beim Theofrosch niemand mitspielen (außer Theo) und jetzt melden sich meine Freundinnen und Freunde und wollen eine Rolle, „Anni, aber möglichst eine Tragende“, spielen.

Ich wäre nicht Anni Freiburgbärin von Huflattich, weltspitzenmäßige Drehbuchautorin, wenn ich das nicht hinbekäme, denn der Originaltext der Gebrüder Grimm gibt einige Rollen, wenn auch keine Tragenden, her:

Gebrüder Grimm „Die jüngste von ihnen war so schön, dass die Sonne selber, die doch so vieles schon gesehen hat, sich verwundene, sooft sie ihr ins Gesicht schien.“

Das Original schreibe ich dann wie folgt um:

Anni war die älteste Tochter. Susanne war die Zweitälteste und Susi die Drittälteste. Das die Zweit- und Drittälteste eigentlich den gleichen Namen hatten, sprach nicht für den König oder seine Frau (die dann eventuell Königin sein musste).

Die viertälteste Tochter hieß Bärbel. Vermutlich ist dem König oder der Königin aufgefallen, das Sue – so der ursprüngliche geplante Name – auch nur eine Abwandlung des Namens Susanne gewesen wäre. Das hätte Ihnen endgültig den Ruf der Fantasielosigkeit eingebracht.

So entschieden sie sich schweren Herzens, ihr viertes Kind Bärbel zu nennen. Der im Taufregister eingetragene vollständige Name von Prinzessin Bärbel lautete: Bärbel Die-nicht-Sue-heißen-soll-ohne-Chance-das-Reich-zu-erben-Prinzessin.

So! Mir habe ich die Rolle der ältesten Tochter gegeben. Damit helfe ich all denen, die älteste Tochter sind und sich  ihr Leben lang grämen, das in Märchen nur die Rede von schönen, klugen, ehrlichen und liebreizenden jüngsten Töchtern die Rede ist.